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Großer Andrang beim Fest für Toleranz und Vielfalt in Dransfelder Stadthalle

Afrikanische Rhythmen, Trikolore und Rollstuhl-Parcours Großer Andrang beim Fest für Toleranz und Vielfalt in Dransfelder Stadthalle

Hunderte Menschen haben am Sonnabend in der Stadthalle das „Fest für Toleranz und Vielfalt“ gefeiert. Sie lauschten den Bühnen-Darbietungen, besuchten die Info-Stände, stärkten sich am internationalen Buffet und  spielten und diskutierten miteinander.

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Quelle: Heller

Dransfeld. „Wir stehen dafür ein, allen Menschen gegenüber tolerant zu sein“, sagte Vera Wengel. Aber dort, wo Intoleranz anfange, höre die Toleranz auf, so die Vorsitzende des ausrichtenden Präventionsrats der Samtgemeinde Dransfeld weiter. Und deshalb hing am Eingang zum Festsaal auch die Trikolore, die französische Flagge, und die Besucher hatten die Möglichkeit, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen.

 

Foto: Heller

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Im Saal ging es hoch her. Menschen jeden Alters drängten sich dicht an dicht, es war so voll, dass es zeitweise kaum ein Durchkommen gab. Auf der Bühne wurde ein reichhaltiges Programm geboten. Unter anderem sangen die Grundschul-Chöre von Scheden und Dransfeld das Lied „Wir wollen aufstehen und aufeinander zugehen“, führten die Bewohner des Wohnhauses und der Tagesstätte Dransfeld den Theater-Tanz auf und spielte die „African Culture Group“ aus Göttingen westafrikanische Rhythmen. Und zwar teilweise zusammen mit Kindern. Sie hätten ein wenig Lampenfieber gehabt, berichteten Tim (9) und Carl-Hannes (10), seien aber nun stolz darauf, vor so vielen Menschen gespielt zu haben. Afrikanische Trommelmusik höre sie für gewöhnlich nicht, sagte Irmgard Hobl (83), aber dieses Lied habe ihr sehr gut gefallen: „Man muss doch für alles offen sein.“

 

Male versuchte sich unterdessen bei Annika Freye vom DRK auf dem Rollstuhl-Parcours. „Das ist schwer“, befand die Neunjährige, „ich bin froh, dass ich gehen kann.“ Detlef Keul (69) aus Hann. Münden erkundigte sich bei Pro Asyl nach Möglichkeiten zur schnellen Eingliederung von Flüchtlingen: „Das müssen wir einfach packen.“ Gefragt, was Toleranz und Vielfalt bedeuten, dachte Kiara (10) eine Weile nach, bevor sie schließlich antwortete: „Alle Menschen gleich behandeln.“ hr

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