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Großer Beifall beim Göttinger Theaterfestival

„La Beau Häme“ und die „Mumpitz-Show“ Großer Beifall beim Göttinger Theaterfestival

Riesenstimmung beim 5. Göttinger Theaterfestival von Menschen mit und ohne Behinderung: die rund 150 Zuschauer im Gemeindesaal der Evangelisch-Reformierten Kirche haben am Sonntag einen großartigen Abend erlebt und den Schauspielern mit frenetischem Beifall gedankt.

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Quelle: Heller

Göttingen.  Erst jubelten sie der Theatergruppe „Boing!“ der Harz-Weser-Werkstätten Holzminden für ihre Aufführung der „Mumpitz-Show“ zu, dann feierten sie die Gruppe „Schmetterlingseffekt“ der Selbsthilfe Körperbehinderter aus Göttingen für ihr Stück „La Beau Häme“.

Es passte einfach alles: die Kostüme, die schauspielerischen Leistungen, die Lieder, der bedingungslose Einsatz. Aber auch die selbstgeschriebenen Texte. Ob albern oder anzüglich, ob philosophisch oder politisch: hörenswert waren sie alle. Schade nur, dass es auf der Bühne anders zugeht als im realen Leben. Denn die Welt wäre sicher eine bessere, wenn sich tatsächliche arrogante BWLer mit verarmten Philosophen gegen herzlose Vermieter verbänden, so wie in La Beau Häme geschehen, oder wenn sich der russische Präsident und die erfolgreichste deutsche Schlagersängerin zusammenfänden, so wie das in der Mumpitz-Show Helene Zischer und Vladimir Puschkin taten.

„Seit Anfang des Jahres proben wir“, berichtete Regisseur Tobias Wojcik (36). Bei „Boing!“ spielten Behinderte und Beschäftigte der Harz-Weser-Werkstätten, „Schmetterlingseffekt“ gehörten behinderte und nichtbehinderte Mitglieder der Selbsthilfe Körperbehinderter sowie Leute an. Fast alle Generationen waren vertreten – Maik Siepler (Scooter) war mit 20 der jüngste, Hans-Peter Hucke (Alt-68er Martin) mit 77 der älteste Mime. 

Zum Schluss vollführten alle Schauspieler und eine ganze Reihe von Zuschauern gemeinsam auf der Bühne Freudentänze. Ein Abschluss, wie er passender nicht hätte sein können.

Von Hauke Rudolph

 

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