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Großes Möbelhaus kann kommen

Bauausschuss macht Weg frei Großes Möbelhaus kann kommen

Mit der einer Stimme Mehrheit haben SPD und Grünen im Bauausschuss des Rates den Weg frei gemacht für ein bis zu 25000 Quadratmeter großes Möbelhaus westlich der Autobahn 7 in Grone. CDU, FDP, Linke und Piraten stimmten gegen die entsprechende Vorlage der Verwaltung.

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Göttingen. Mit der von Bauausschuss beschlossenen Änderung des Einzelhandelskonzeptes (EHK) soll von der bisherigen Regelung abgewichen werden, die Verkaufsfläche für „zentrenrelevante Randsortimente“ auf 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bei der Ansiedlung von „großflächigen“ Einzelhandelsbetrieben zu begrenzen. Die Verwaltungsvorlage sieht nun vor, diese Begrenzung auf 800 Quadratmeter dann aufzuheben, wenn es sich um eine Möbelhausansiedlung mit maximal 25000 Quadratmetern Fläche handelt und wenn es sich auf den Sonderstandort West, westlich der Autobahn am Kauf Park, beschränkt. Es gilt also nur für diese eine Ansiedlung. Erlaubt sein soll dort künftig maximal 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche für „zentrenrelevante Randsortimente“.Carina Hermann (CDU) begründete das Nein ihrer Fraktion zu der von der Verwaltung vorgeschlagenen Änderung des EHK unter anderem mit der Vergrößerung der Verkaufsfläche für die zentrumsrelevanten Randsortimente um mehr als das Dreifache als eigentlich im EHK vorgesehen. Bislang habe das EHK bei der Entwicklung des Einzelhandels zu einem „gelungenen Ausgleich“ zwischen Innenstadt, Lutteranger und KaufPark erfolgreich beigetragen. Eine „Sonderausnahme“ öffne „Tür und Tor“ für weitere, berechtigterweise einzufordernde Ausnahmen im Blick auf Begrenzung von Randsortimenten. „Letztendlich wird das gesamte Einzelhandelskonzept abzuändern sein“, sagte Hermann. Sie machte aber deutlich, dass die CDU sich ausdrücklich für die Ansiedlung eine modernen Einrichtungshauses in Göttingen ausspreche.Tom Wedrins (SPD) betonte, dass es nicht um Wettbewerbsverzerrung gehe. Es gehe darum, die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich ein Einrichtungshaus in Göttingen ansiedeln kann. Ein ausreichendes Angebot an Möbeln fehle in Göttingen. Die EHK-Änderungen hätten für die Innenstadt lediglich „Auswirkungen im verträglichen Rahmen“. Diese halte die SPD für „richtig und sinnvoll“. Das Landesraumordnungsprogramm lasse die geplante Ausnahmeregelung bewusst zu, argumentierte Wedrins und folgte so der Ausführung der Verwaltung. Mit der Ansiedlung eines großen Einrichtungshauses könne verhindert werden, dass Kaufkraft aus Göttingen abfließe, das Geld könne so in der Stadt gehalten werden, sagte Ulrich Holefleisch (Grüne). Der Bauausschuss hatte das Thema auf Antrag der CDU in der Juni-Sitzung wegen Beartungsbedarfes vertagt. Diesen meldeten die Piraten am Donnerstag erneut. Die Mehrheit im Ausschuss lehnte das aber ab. Die Argumente seien nun hinlänglich ausgetauscht, so der Tenor. Die endgültige Entscheidung über die am Donnerstag von Bauausschuss beschlossene Ergänzung des Einzelhandelskonzeptes, die die Ansiedlung eines großen Möbelmarktes möglich machen soll, trifft der Rat des Sadt Göttingen am Freitag, 18. August.Ursprünglich wollten Grundstücksbesitzer Hans-Rudolph Kürte und das Möbelunternehmen XXXLLutz  auf der Fläche zwei Möbelmärkte (XXXL und Pocco) mit einer Fläche von 33000 Quadratmetern bauen. Nach einer langen Debatte haben sich die Göttinger Ratspolitiker mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Fläche auf 25 000 Quadratmeter zu beschränken. Die Größe der Randsortimente stand zuletzt zur Diskussion. Vor allem Möbelhändler aus Göttingen und der Region sowie Pro City hatten gegen eine Änderung des EHK protestiert. So auch am Donnerstag.

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