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Großventilator im Bovender B-3-Tunnel vorgeführt

Wind und Wassernebel Großventilator im Bovender B-3-Tunnel vorgeführt

L 125 ist 320 Kilogramm schwer. Er produziert Wind und Wassernebel, was ihn für Tunneleinsätze qualifiziert – Anlass für die Autobahnmeisterei, eine Vorführung des Großventilators im B-3-Tunnel zu organisieren. Rund 50 Feuerwehrleute aus Bovenden und anderen Kommunen haben sich das Spektakel angesehen.

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Quelle: CH

Bovenden. Kurz vor 20 Uhr im Bovender Kontrollraum der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Autobahnmeisterei Göttingen: Leiter Martin Rohloff und Tunnelwart Ulrich Hoffmeister kontrollieren die automatische Tunnelsperrung. Damit kein Autofahrer zwei Stunden vor den geschlossenen Schranken warten muss, wird der Fahrzeugverkehr auf der alten Bundesstraße 3 durch Bovenden geleitet.

 

Christian Pehl, Vertriebsmitarbeiter des bei Ulm produzierenden Herstellers des mobilen Großventilators und zu Werbezwecken in der Region unterwegs, staunt über die Geschwindigkeit, mit der die Sperrung aufgebaut wird, „das ist schon gigantisch“. Vor der Tür parkt sein Anhänger mit dem feuerwehrroten Riesenventilator. Derweil nutzen Arbeiter der Autobahnmeisterei bereits die Gunst der Stunde: Sie befreien im leeren Tunnel die Fahrbahnränder vom Unkraut und reinigen die Abflüsse.

 

Foto: Hinzmann

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20 Minuten später ist Pehl, selbst Feuerwehrmann in Ingolstadt, in seinem Element. Den Vortrag über die Vorzüge des von ihm verkauften Geräts vor rund 50 Feuerwehrmännern aus Bovenden sowie aus den Bereichen am Butterbergtunnel Osterode und dem geplanten Pferdebergtunnel bei Duderstadt würzt er mit Vorführungen: Der Qualm von Rauchkapseln wird mit einer Luftleistung von mehr als 220 000 Kubikmetern in der Stunde binnen kürzester Zeit aus dem Tunnel gedrückt. Nach Anschluss eines Feuerwehrschlauchs wabert Wassernebel weit in die Tunnelöffnung hinein, benetzt Fahrbahn und Wände, „zum Abkühlen“, sagt Pehl, „das wird etwa in der Industrie eingesetzt“. Auch zum Absaugen von Rauch taugt das Gerät.

 

Rund 60 000 Euro kostet der mobile Großventilator. Die Vorführung, sagt Rohloff, sei nicht als Aufforderung zum Kauf zu verstehen. „Der Großbelüfter war gerade in der Stadt und wir haben die Gelegenheit genutzt, die für Tunneleinsätze zuständigen Feuerwehren über diese Technik zu informieren“. Auf dem Wunschzettel der Freiwilligen Feuerwehr im Flecken Bovenden steht der Riesenventilator jedenfalls noch nicht: „An unserem Tunnel können wir im Einsatzfall gut von beiden Seiten arbeiten“, meint Gemeindebrandmeister Markus Füllgrabe. 60 000 Euro seien eine beträchtliche Investition, „da gibt es dringlichere Anschaffungen“.

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