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Grüne Engel im Klinikum

Ökumenische Krankenhaushilfe Grüne Engel im Klinikum

Ihr Markenzeichen ist der mintgrüne Kittel, den die „Grünen Damen“ während ihres  Einsatzes im Universitätsklinikum tragen. Seit 1980 gibt es die ehrenamtlich arbeitenden Damen (und auch zwei Herren) in der Ökumenischen Krankenhaushilfe der Universitätsmedizin.

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Grüne Damen im Einsatz

Quelle: SFR

Göttingen. Viele Patienten, die aus dem großen Einzugsgebiet des Göttinger Klinikums ankommen, sind erst mal von dem riesigen Gebäudekomplex mit verschiedenen Ebenen, Stationen und Aufzügen  überfordert. Der Lotsendienst begleitet sie auf die Station und bietet Rollstühle an. „Grüne Damen“ stehen auch im stationären Bereich zur Verfügung, um Gespräche zu führen, Briefe zu schreiben, Spaziergänge mit Patienten zu machen, kleine Besorgungen zu erledigen oder beim Ausfüllen von Formularen behilflich zu sein. Vormittags werden Patienten in den Wartezonen mit kalten und warmen Getränken versorgt, um die Wartezeiten zu überbrücken. „Es ist wichtig, dass die Leute auch mal aus dem Zimmer rauskommen, zum Beispiel, dass sie jemand zur Cafeteria begleitet“, sagt Monika Knackstedt, die Leiterin der Grünen Damen, die kürzlich für ihr fast 30-jähriges Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Zusammen mit den mittlerweile 67 Helferinnen und Helfern hat sie schon so einiges erlebt.

„Wir haben einmal einen sterbenskranken Patienten betreut, der wollte zu Weihnachten gern einen Lachsschinken. Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihm den Wunsch zu erfüllen und er war glücklich“, erinnert sich Knackstedt. Eine andere bewegende Geschichte war die Unterstützung der kleinen Josie und ihrer Familie. Das mit einem Herzfehler geborene Mädchen lag eineinhalb Jahre an einem Kunstherz auf der Intensivstation. 2010 erfolgte dann die Herztransplantation: „Die nächsten 270 Tage verbrachten Mutter und Kind im Uniklinikum. Wir haben uns sehr intensiv um beide gekümmert.“  Während dieser Zeit lebte die Familie zunächst im Elternhaus für das krebskranke Kind und danach eine Zeit lang in Göttingen. „Ich war so froh über die Hilfe der Damen, die hatten immer ein offenes Ohr, und ich konnte auch mal Josies älteren Bruder in der Kinderbetreuung parken.“ Wenn die inzwischen Siebenjährige mal wieder zur Kardio-Kontrolle kommt, macht die Mutter gern einen Abstecher zu den freundlichen Helferinnen.

„Wir opfern einen Teil unserer Zeit, bekommen aber sehr viel vom Patienten zurück“, erzählt Knackstedt, die für das Team dringend neue Mitarbeiter sucht: „Es kann nie genug Grüne Damen geben.

 sfr

Drei Stunden in der Woche sollte man investieren können und Freude am Kontakt mit Menschen haben. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, wendet sich an Telefon 05509/1574 oder 0174/689 7934 oder per E-Mail an MonikaKnackstedt@t-online.de

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