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Grüne sorgen sich um Finanzierung für Kletterpark in Dransfeld

Städtebaulicher Vertrag Grüne sorgen sich um Finanzierung für Kletterpark in Dransfeld

„Wir wollen das Projekt nicht verhindern.“ Das betont Günter Schwethelm, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Dransfeld. Genau das hatte Bernd Lesser (Freie Wähler) in einem offenen Brief den Grünen vorgeworfen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Dransfeld. Es geht um einen möglichen Rutsch- und Kletterpark am Hohen Hagen. Wohl aber wollten die Grünen man auf mögliche Probleme aufmerksam machen, sagt Schwethelm in einem Pressegespräch.

Die größte Sorge sei, dass auf die Stadt am Ende hohe Kosten zukommen, etwa wenn der Flächennutzungsplan geändert und sogar ein Bebauungsplan aufgestellt werden müssten. Das könnte zwischen 30 000 und mehr als 50 000 Euro kosten, rechnen die Grünen. Schwethelm wünscht sich, dass der Investor dabei mit in die Pflicht genommen wird.

Auch sei gar noch nicht absehbar, was an weiteren Kosten erforderlich wäre, um am Gaußturm die Voraussetzungen für den Rutsch- und Kletterpark zu schaffen, so Schwethelm weiter und zählt auf: Verkehrsanbindung, Parkplätze, Abwasser...

Ähnlich argumentiert auch der CDU-Fraktionsvorsitzende  Jan-Thomas Geyer auf Tageblatt-Nachfrage. „Wir unterstützen das Projekt,“ sagt er, und sieht die CDU auf Lessers Seite, was die touristische Erschließung des Gaußturmareals angeht. „Aber wir sehen auch die Finanzierungsproblematik“. Auch Geyer führt Punkte wie Parkplätze und Toiletten an. Selbst wenn der Landkreis grünes Licht für eine Low-Budget-Variante ohne Bebauungsplan gäbe, müsse man darüber reden, „wer das alles finanziert“.

Auf dem Weg der kleinen Schritte zum Rutsch- und Kletterpark könnte ein sogenannter städtebaulicher Vertrag stehen. Darin könnte eine mögliche finanzielle Beteiligung des Investors geregelt werden. Auch die Vorgaben des Landkreises Göttingen, die erforderlich sind, um das Gelände aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen, könnten darin formuliert werden. Den wollen die Grünen jetzt beantragen, kündigt Schwethelm an.

Genau das hat übrigens auch Bernd Lesser angeregt. Ihm habe der Investor signalisiert, dass er dazu bereit wäre. Allerdings müsse zunächst die noch ausstehende Fledermausuntersuchung für das Gebiet am Hohen Hagen erstellt werden. Laut Beschluss des Verwaltungsausschusses der Stadt Dransfeld, soll sich an den geschätzten Kosten von 8300 Euro zur Hälfte die Samtgemeinde beteiligen. Darüber soll im April beschlossen werden.

So geht's weiter

Die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem Rutsch- und Kletterpark am Hohen Hagen in Dransfeld:

  • Beschluss Samtgemeinderat über eine Übernahme von 50 Prozent der Kosten für das Fledermausgutachten. Falls dieser positiv ausfällt:
  • Untersuchung des Gebietes auf geschützte Fledermausarten. Falls keine geschützten Tiere gefunden werden:
  • Städtebaulicher Vertrag zwischen Stadt Dransfeld und Investor. Dazu laufen bereits Vorgespräche mit dem Investor.
  • Antrag der Samtgemeinde auf Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet. Dem schließt sich ein öffentliches Beteiligungsverfahren an, bei dem Träger öffentlicher Belange Stellung nehmen können. Abschließend entscheidet der Kreistag über den Antrag. Falls positiver Beschluss:
  • Die Samtgemeinde ändert den Flächennutzungsplan.
  • Ob darüber hinaus ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss oder nicht, prüft derzeit die Stadtverwaltung Dransfeld geprüft.
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