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Grüne und Linke lehnen Golfplatz in Göttingen ab, SPD ist "eher aufgeschlossen"

Politisch strittig Grüne und Linke lehnen Golfplatz in Göttingen ab, SPD ist "eher aufgeschlossen"

Der geplante Golfplatz bei Geismar ist auch politisch umstritten. Die Grünen im Rat der Stadt und im Ortsrat haben sich in Presseerklärungen gegen die Anlage an einer ehemalige Bauschuttdeponie ausgesprochen. Andere Parteien sind weniger abgeneigt oder unschlüssig.

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Umstritten: Gegner eines neuen Golfplatzes bei Geismar protestieren mit Plakaten und Tafeln.

Quelle: Hinzmann

Geismar. Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH will auf einer 42 Hektar große Fläche eine Anlage für Golfsport bauen lassen. Sie soll ökologisch betrieben werden und offen für alle Bürger sein.

Der gesamtstädtische Nutzen sei allerdings zu gering, um die möglichen Folgen zu rechtfertigen, erklärten die Grünen am Dienstag. Es sei wenig glaubwürdig, dort könne ein Volksgolfplatz mit sozialverträglichem Sportangebot und nachhaltigem Verkehrskonzept entstehen, so der Fraktionsvorsitzender Rolf Becker. Zudem würde eine ökologische Umwandlung der Äcker dem Naturschutz eher dienen als ein Golfplatz. Auch die Piraten sind zurzeit „tendenziell eher gegen“ den Golfplatz, so ihr Fraktionsvorsitzehnder Martin Rieth – nach eigenen Angaben selbst Golfer. Offenbar seien einige der Flächen und die sich dort entwickelnde Natur schützenswert. Und sollten weniger wertvolle Äcker unbedingt anders genutzt werden, dann auch eher für wichtigere Projekte wie sozialen Wohnungsbau. Der Kreisverband der Piraten hat sich inzwischen gegen den Golfplatz ausgesprochen.

Die CDU-Fraktion habe die eher kritischen Aussagen ihrer Mitglieder im Ortsrat Geismar mitgenommen, sagte der Ratsherr und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ludwig Theuvsen. Unabhängig davon wolle sich die Fraktion aber noch mit den vielen Pro- und Contra-Argumenten vertraut machen, bevor sie sich eine abschließende Meinung bildet. Dazu gehöre auch eine Diskussion zum Thema am Mittwoch, 20. Mai, um 18 Uhr im Neuen Rathaus – organisiert von der CDU/FDP-Gruppe im Rat.

Auch FDP-Ratsfrau Felicitas Oldenburg möchte sich noch nicht festlegen und verweist auf die Podiumsrunde. Es sei wichtig, die Meinung der Bürger zu erfahren und ihnen zu zeigen, dass ihre Belange berücksichtigt werden.

„Wir haben unsere Diskussion noch nicht abgeschlossen, aber insgesamt stehen wir dem Projekt aufgeschlossen gegenüber“, sagt Frank-Peter Arndt, Vorsitzender der SPD im Rat. Maßgabe müsse aber sein, dass es ein öffentlicher Golfplatz werde. Zunächst wolle man sich noch mal den Flächennutzungsplan anschauen und sich mit Fachleuten beraten. Auch die ökologischen Bedingungen seien noch nicht ganz klar.

„Wir werden den Golfplatz ablehnen“, sagt hingegen Patrick Humke, Chef der Linken im Rat. Das Naherholungsgebiet müsse als solches erhalten bleiben. Die Gefahr, dass das ökologische Gleichgewicht gestört werde, sei zu groß. Zudem gebe es genügend Golfplätze in der Region.

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