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Grünen-Kreisverbände fusionieren

Göttingen und Osterode Grünen-Kreisverbände fusionieren

Es ist vollbracht: Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl beschließen die Grünen Kreisverbände Göttingen und Osterode die Fusion. Als gleichberechtige Sprecher wurden am Sonnabend mit großer Mehrheit Marie Kollenrott und Mathis Weselmann gewählt. Sie werden beide ihr Amt ab November antreten.

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Marie Kollenrott

Quelle: Pförtner/Archiv

Göttingen. Von Beginn an war man in der Alten Fechthalle um gute Stimmung bemüht, etwaige Spannungen waren zwischen den noch getrennten Kreisverbänden nicht zu spüren. Kein Wunder, denn die Grünen haben bereits seit Jahren für eine Fusion der Landkreise geworben, wie die Göttinger Sprecherin Kollenrott zur Begrüßung erklärte. Auch Landrat Bernhard Reuter (SPD) attestierte den Grünen in seinem Grußwort, sich schon lange für die Fusion eingesetzt zu haben – länger als er selbst. Mittlerweile sind Rot und Grün beim Thema Fusion auf einer Wellenlänge, Reuter meinte sogar: „Die Fusion konnte nur in einer Konstellation gelingen: mit Rot-Grün – anders ginge es nicht.“

Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin setzte in seiner Rede in Hinblick auf die rechten Kundgebungen in der Region noch einen weiteren Fokus. „Das Streiten für eine weltoffene Gesellschaft ist nicht nur ein abstraktes moralisches Gebot“, so Trittin. Er sei stolz auf die friedlichen Proteste, die auch von Grünen vorangebracht werden.

Auch Gastredner Robert Habeck, Umweltminister in Schleswig-Holstein und Kandidat für die Spitzenkandidatur der Bundesgrünen bei der nächsten Bundestagswahl, nahm Bezug auf das Erstarken rechter Tendenzen. „Demokratie hält ein bis zwei Prozent Knallköpfe aus“, sagte Habeck. „Aber der rechte Rand bestimmt immer mehr den Diskurs.“ Man dürfe die öffentliche Diskussion nicht durch diffuse Ängste bestimmen lassen. „Man muss aus der Angststarre heraus kommen und konstruktive Politik machen.“

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