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Grüner Stadtverband zum Wohnheimstreit Humboldtallee 9

Wirtschaftlichkeit nicht Hauptrolle Grüner Stadtverband zum Wohnheimstreit Humboldtallee 9

Die Göttinger Grünen appellieren im Streit um das Wohnheim Humboldtallee 9 an beide Parteien – die Bewohner und das Studentenwerk – nach einem Kompromiss zu suchen. „Eine weitere Eskalation dient weder dem Studentenwerk noch der Hausgemeinschaft“, sagte Valentin Büchi, Mitglied des grünen Stadtvorstandes.

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Streitobjekt: das Wohnheim in der Humboldtallee 9.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Auf der einen Seite müsse das Studentenwerk Rücksicht auf „gewachsene Strukturen“ und die Besonderheiten des studentischen Zusammenlebens nehmen und kompromissbereit sein. Büchti hält den Wunsch der Hausgemeinschaft nach Mitbestimmung über Mitbewohner für legitim. Dieser müsse ernst genommen werden.

Und weiter: „Bei der Organisation von Studentenwohnheimen kann Wirtschaftlichkeit nicht die Hauptrolle spielen.“ Andererseits mahnt er die Bewohner zur Zurückhaltung: „Ein berechtigtes Anliegen berechtigt noch lange nicht dazu, vollendete Tatsachen zu schaffen.“

Die Grünen schlagen vor, dass die Bewohner sich bereit erklären, bei der Belegung der Dachgeschosswohnung und des gemeinschaftlichen Wohnraumes in Abstimmung mit dem Studentenwerk Erasmusstudenten zu integrieren. Auf der anderen Seite müsse das Studentenwerk auf Renovierung und Neuvermietung „nach eigenem Gutdünken“ verzichten.

Vorschlag: Runder Tisch

Darüber hinaus regen die Grünen einen Runden Tisch an, bei dem neben Vertretern der Stadt und des Studentenwerks auch Wohnungsbaugesellschaften und kritische Studierende vertreten sein sollen.

Unterstützung bekommt die Hausgemeinschaft von den Bewohnern der Hausgemeinschaften Kreuzbergring 10 und 12 sowie dem Verein Schöner Wohnen. Aus deren Sicht werden legitime Interessen gegeneinander ausgespielt: Es scheine, als würden die internationalen Studierende vom Studentenwerk instrumentalisiert, „sich unbequemer Hausgemeinschaften zu entledigen“.

Selbstverwaltetes Wohnen und mehr Wohnraum für internationale Studierende seien kein Widerspruch.

Streit um das Studentenwohnheim Humboldtallee 9. © Hinzmann

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