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Nationales Naturmonument geplant

Werbung für Radwege Nationales Naturmonument geplant

Sein Rennrad ist defekt. Deshalb ist Roberto Kobelt mit dem Mountainbike in Nordthüringen unterwegs. Am Mittwoch hat der stellvertretende Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion Zwischenstation am Grenzlandmuseum gemacht.

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Roberto Kobelt (mit Mountainbike) am Grenzlandmuseum: Gespräche geführt hat er mit der Göttinger Ersten Kreisrätin Christel Wemheuer, Werner Henning, Landrat des Eichsfeld-Kreises, und Horst Dornieden, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld (von links).

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Auf seiner Tour besucht der passionierte Radfahrer Naturparks, Stadtwerke und Biobetriebe und wirbt in den Kommunen für Radwegprojekte. Die Mittel für deren Förderung habe der Freistaat erheblich erhöht, unter anderem ein Investitionspaket für die Kommunen geschnürt. Horst Dornieden (CDU), Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld, drängt darauf, jetzt endlich einen Radweg von Brehme über den Sonnenstein nach Jützenbach umzusetzen, Kobelt sieht gute Chancen dafür. Auch zwischen Leine- und Werraradweg, Heiligenstadt und Dingelstädt sollen Lücken geschlossen werden.

Ein weiteres Thema war der Gesetzesentwurf, im Thüringer Teil des Grünen Bandes ein nationales Naturmonument auszuweisen, das auf Naturschutz und Historie abzielt. Als Minimallösung solle dabei der eng gefasste Grenzstreifen zwischen Kolonnenweg und Landesgrenze einbezogen werden, sagt Kobelt. Dornieden begrüßt den angepassten Gesetzesentwurf, der jetzt auch die Mahn- und Gedenkstättenarbeit berücksichtige. Der Landrat des Eichsfeldkreises, Dr. Werner Henning (CDU) unterstützt das Projekt ebenfalls, drängt aber auf ein regional verortetes Management, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Die durch das Eichsfeld führende Vorschlagsvariante des Netzbetreibers Tennet für die Suedlink-Stromtrasse werde von der Thüringer Landesregierung abgelehnt, sagt Kobelt. Tennet habe Thüringen relativ spät einbezogen und das Grüne Band nicht berücksichtigt. Auf Kritik bei den Grünen im Obereichsfeld stößt auch, dass die Trasse durch das Ohmberggebirge und dort zu einer Waldschneise führen würde. Die Fortsetzung der Duderstädter Ortsumgehung nach Thüringen lehnen sie ebenso ab wie ihre Parteifreunde im Untereichsfeld.

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