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Grünes Licht für weitere Logistikflächen

Am Siekanger Grünes Licht für weitere Logistikflächen

Am Siekanger zwischen Grone und Rosdorf soll ein weiteres Güterverkehrszentrum, das sogenannte GVZ III, geschaffen werden. Mit den Stimmen von SPD und Grünen gab der Stadtrat dafür am Montagabend grünes Licht. CDU und Linke stimmten dagegen.

Die Stadt kaufte die Flächen, rund 200 000 Quadratmeter, in den vergangenen Jahren bereits an. Die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWG) will noch in diesem Jahr eine Erschließungsstraße bauen. Für die Erschließung des GVZ III bekommt die Stadt von der EU Zuschüsse in Höhe von 3,6 Millionen Euro, allerdings nur für Logistik-Ansiedlungen. Die Ausführungsvereinbarung mit der GWG hatte der Stadtrat in der vorigen Sitzung wegen Beratungsbedarf der CDU verschoben.

Mit Blick auf Konkurrenzflächen wie Kassel mit 700 000 Quadratmetern und einer kaum kalkulierbaren Differenz zwischen Kauf- und möglichem Verkaufspreis beklagte CDU-Fraktionschef Fritz Güntzler in der Sondersitzung zu große Risiken. Ab 2017 liege das Risiko völlig bei der Stadt. Wer die Kosten eines Gleisanschlusses zahle, sei offen. Ausnahmsweise sei die CDU in diesem Punkt anderer Meinung, begründete Güntzler die Ablehnung. Selbst wenn die Stadt Grundstücke zu besten Bedingungen verkaufe, mache sie schon 3,5 Millionen Euro Minus, sagte Thorsten Wucherpfennig (Linke). Der „große Fisch“ sei nach Bad Hersfeld abgetaucht. Es gebe keine Interessenten.

Man müsse vielleicht etwas Geduld haben, könne das Risiko aber eingehen, sagte Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Die fehlende Anbindung im Norden des GVZ am Güterbahnhof an den Autobahnzubringer in Weende sei dringend. Man müsse dies zusammensehen. Die gewerblichen Arbeitsplätze gingen kontinuierlich zurück, so Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD). Dem müsse entgegengewirkt werden, auch durch Logistik. Auf dem Siekanger sollten sicherlich nicht Stiefmütterchen gezüchtet werden. Die CDU trete als Verhinderungspartei auf, kritisierte SPD-Fraktionschef Frank-Peter Arndt.

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