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Grünland im Landkreis Göttingen illegal umgebrochen

Kreisverwaltung prüft mehrere Fälle Grünland im Landkreis Göttingen illegal umgebrochen

Ohne Genehmigung sind in den vergangenen Wochen im Landkreis Göttingen Grünlandflächen zu Ackerland umgebrochen worden. Das teilt die Kreisverwaltung mit.

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Im Landkreis Göttingen würde Grünland illegal in Ackerland umgebrochen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Verwaltung vermutet, dass dies auch aus Versehen geschehen sein könnte. Wenige Tage vor Weihnachten hatte die Landesregierung die Genehmigungspflicht bei der Umwandlung von Dauergrünland in Ackerland außer Kraft gesetzt.

Damit konnten Grünlandflächen zwischen dem 19. Dezember 2014 und dem 31. Dezember ohne Genehmigung umgebrochen werden, soweit Naturschutz- oder Wasserrecht dem nicht entgegenstanden.

Letzteres ist offenbar der Knackpunkt: Offenbar war den Landwirten nicht bekannt, dass es im Landkreis Göttingen zahlreiche Grünlandflächen gibt, die nach Naturschutz- oder Wasserrecht durchgängig geschützt sind und deren Umbruch daher nur mit einer Genehmigung des Landkreises Göttingen zulässig war und ist.

Das Umweltamt werde „diese Fälle nun aufgreifen und prüfen“, erklärt die Kreisverwaltung: „Sofern Grundstücksnutzer erkennen, dass sie gegen die unten aufgeführten Vorschriften mit dem Umbruch entsprechender Flächen verstoßen haben, sollten sie eine Wiedereinsaat durchführen, um Maßnahmen der Behörde zu vermeiden.“

Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann erläutert das Vorgehen der Verwaltung: „Das Ziel des Landkreises als Untere Naturschutzbehörde ist dabei in erster Linie, unzulässig umgebrochenes Grünland wieder für den Naturschutz oder andere Schutzziele zu gewinnen.“

Geschütztes Grünland gibt es unter anderem im Vogelschutzgebiet V19 in Teilen der Gemeinde Gleichen und der Samtgemeinde Radolfshausen sowie im Landschaftsschutzgebiet zwischen Dransfeld und Hedemünden.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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