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Günterser ernten 3500 Kilo Äpfel am Dorfrand

Gemeinsame Sammelaktion Günterser ernten 3500 Kilo Äpfel am Dorfrand

Vielen Güntersern hat es leid getan: Rund um das Dorf ist in der Vergangenheit zentnerweise Obst verdorben, weil sich niemand um die Ernte an den rund 100 Bäumen gekümmert hat. Nun waren die Einwohner zur gemeinsamen Ernte aufgerufen.

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Einer von knapp 20 Günterser Obstbaum-Erntern: Herbert Kalikowski verschafft sich mit der Leiter einen Überblick.

Quelle: Heller

Güntersen. Bei der Versteigerung der Obstbäume auf einem gemeinsamen Gang habe es zuletzt kaum noch Interessenten gegeben, die für das Ernterecht ein paar Euro berappen wollten, so Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne). Er hat deshalb eine neue Aktion gestartet: Knapp 20 Günterser, darunter auch einige Kinder, folgen dem Aufruf zur Ernte. Mit Planen, Eimern, Schüttelstangen und langstieligen Obstpflückern zieht der Tross, begleitet von den Hunden Ronja und Henri, die Bäume entlang.

Wenn Achim Dickmanns die Schüttelstange schwingt, poltert es ordentlich auf den ausgelegten Planen. Frau Antje und die anderen sammeln ein. Die Äpfel landen in 1000-Kilo-Säcken der Mosterei Gerth in Veckerhagen. Dorthin sollen die Äpfel zum Mosten gebracht werden. Transportiert werden die Säcke von Jan-Hendrik Spalke mit seinem blauen Trecker Ford 4100, Jahrgang 1978.

Die Zeit ist reif, die Äpfel auch - in Güntersen haben am Samstag, 6. Oktober, viele fleißige Helfer die Apfelbäume geschüttelt. © Heller

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Ausgelassen werden bei der Aktion nur die Bäume, die sich einige Günterser vorab gegen Entgelt zum Ernten gesichert und dies mit einem beschrifteten Paketband markiert haben – so wie Karen Märtens. Sie macht bei der Sammelaktion mit, hat sich aber im Vorfeld auch einen kleinen Baum ersteigert. Den hatte sie bei einer Radtour mit ihren Kindern, bei der auch Kostproben genommen wurden, ausgeguckt.

Von süß bis sauer ist bei den Apfelsorten um Güntersen geschmacklich alles dabei. Es gibt Sorten wie roter Boskop, Ontario oder Goldparmäne. Beim Einsammeln fachsimpeln die Günterser, welche Äpfel sich wozu am besten eignen – für einen Kuchen oder als Bratapfel zum Beispiel. Am Ende der Aktion sind nach drei Stunden 3500 Kilo Äpfel von 40 Bäumen geerntet. Je nach Umtausch-Modus macht das mindestens 52 Kisten Apfelsaft, die nun an die Sammler und an Vereine des Ortes gehen.

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Alte und robuste Sorten

Vertreter von Ortsrat und Forstgenossenschaft haben in Güntersen 30 neue Obstbäume gepflanzt. Dabei wurden Lücken im Apfelbaum-Bestand rund um den Ort gefüllt. Auch die vier von unbekannten Baumfrevlern im Mai abgesägten Apfelbäume  wurden mit Apfelbäumchen robuster alter Sorten ersetzt. Diese vier Bäume sind eine Spende der Günterser Jägerschaft. Die übrigen Bäume haben Forstgenossenschaft, Ortsrat und Heimatverein bezahlt.

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