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Günterser leiden unter Überflutungen

Starker Regen Günterser leiden unter Überflutungen

Das haben die Günterser noch nicht erlebt. Nach einem Starkregen Anfang September schoss das Wasser den Backenberg herab. Eberhäuser Weg und Schützenweg verwandelten sich in Sturzbäche. Schlamm von den angrenzenden Äckern schwemmte die Gräben zu.

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Wege werden zu Sturzbächen: Überschwemmung in Güntersen im September nach starken Regenfällen.

Quelle: Engel

Güntersen. Das Wasser floss quer über die Höfe von Anliegern und flutete zahlreiche Keller. Die Betroffenen werfen Politik und Verwaltung vor, nicht ausreichend Vorsorge getroffen zu haben. 

Lothar Querfurth von der Bauabteilung des Fleckens Adelebsen sieht den Ortsrat in der Verantwortung. Dieser habe im Zuge der Budgetierung die Pflege der Gräben übernommen und erhalte dafür zusätzliche Mittel. Der Verwaltungsmitarbeiter mahnt das Freihalten der Gräben von Bewuchs und die Beseitigung von angeschwemmten Material an. Die Anwohner meinen dagegen, dass auch der Bauhof der Gemeinde nicht ausreichend aktiv ist. Einige Gullys seien nach jedem Regen verstopft. Da helfe es nichts, wenn der Bauhof im Frühjahr und im Herbst anrücke. In ihrer Not reinigten Anwohner die Gullys selbst.

Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne) meint, dass die sintflutartigen Regenfälle Folge des Klimawandels seien. Es müsse daher beim Flecken Adelebsen ein Sondertopf geschaffen werden. Rücke der Bauhof in Notfällen aus, dürfe dies dem Ortsrat nicht in Rechnung gestellt werden. Stattdessen soll der Gemeinderat in solchen Fällen nach einer einstimmigen Empfehlung des Ortsrates 5000 Euro bereitstellen. Günter Koschel (parteilos) regt zudem an, dass der Bauhof künftig zwei Paletten Kiessäcke bereit hält. So ließen sich einzelne Gebäude schützen. Anwohner machen auf das Verhalten der Bauern aufmerksam. Sie würden mit immer größeren Traktoren immer tiefer pflügen. Das habe zur Folge, dass zunehmend Ackerboden weggespült werde.

Sorgen macht den Bürgern zudem der Bau einer großen Industriehalle im Ort. Sie fürchten, dass das Wasser künftig nicht mehr langsam auf der Wiese versickert, sondern sich schlagartig in den Dorfbach ergießt.

Von Michael Caspar

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