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Güterverkehrszentrum empört Leineberger

Erstes Treffen der Gegner Güterverkehrszentrum empört Leineberger

Auf dem Leineberg sorgen zwei Bauprojekte für erheblichen Unmut: das geplante Güterverkehrszentrum (GVZ) auf dem Siekanger und der Neubau des „festen Hauses“, in dem 70 psychisch kranke Straftäter untergebracht werden sollen.

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Wollen Unterschriften sammeln: 100 Menschen debattierten im evangelischen Gemeindehaus über die Zukunft ihres Stadtteils.

Quelle: CH

Um den Widerstand zu organisieren, haben sich fast 100 Bürger im Gemeindehaus der evangelischen Kirche St. Thomas getroffen.

Vor allem das GVZ löst bei den Leinebergern große Ängste aus. Die Organisatorin der Veranstaltung, Elke Sudau, warnte, dass dort künftig „Tag und Nacht“ die Lkw rollen. Schon heute, schimpften mehrere Bürger, sei der Lärm nur schwer erträglich. Die Zahl der Güterzüge, die an der Siedlung „vorbeiratterten“, habe in den vergangenen Jahren „drastisch“ zugenommen. Von der Bahn finanzierte Lärmschutzfenster brächten kaum Erleichterung. Außerdem wolle man auch mal das Fenster aufmachen oder draußen sitzen.

Hinzukommt, dass die Leineberger die Feldmark, auf der das GVZ entstehen soll, derzeit als Freizeit- und Erholungsgebiet nutzen. Um das Projekt zu stoppen, suchen sie die Zusammenarbeit mit den ebenfalls betroffenen Bewohnern vom Rosdorfer Hamberg und aus Grone-Süd. Vor allem die Groner, die vor Jahren den Bau eines Gefängnisses auf dem Areal verhindert haben, genießen auf dem Leineberg derzeit Respekt.

Verhaltener ist der Protest gegen den Neubau des neuen Hochsicherheitstrakt für psychisch kranke Straftäter. Im Altbau leben derzeit 30 solcher Menschen. Der Neubau würde die Sicherheit der Anwohner erhöhen, meinten einige Versammlungsteilnehmer. Nicht zufrieden sind sie mit dem geplanten Standort. Das Gebäude soll im Park neben der Asklepios-Klinik entstehen, empörte sich Mitveranstalterin Annette Paulsen-Kolb. Damit würden die Leineberger auch noch ihr zweites Erholungsgebiet verlieren. Es meldeten sich aber auch Befürworter des Projekts zu Wort. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Einrichtung, der seit 76 Jahren auf dem Leineberg wohnt, gab zu bedenken, dass die Leineberger nicht Besitzrechte für etwas geltend machen könnten, was ihnen nicht gehöre. Der Park befinde sich in Besitz des Landes. Im übrigen sei die Psychiatrie bereits vor der Wohnbebauung auf dem Leineberg gewesen. Die psychisch Kranken hätten seinerzeit auch nicht gegen die gesunden Neubürger protestiert.

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