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Gymnasiallehrer demonstrieren gegen zusätzliche Unterrichtsstunden

„Sparpolitik auf dem Rücken der Kinder“ Gymnasiallehrer demonstrieren gegen zusätzliche Unterrichtsstunden

Am Stand prangt ein großes Schild: „Experimentierlabor Gymnasium“. Auf dem darunter stehenden Tisch türmt sich ein mächtiger Stapel Hefte auf: „Die Deutscharbeiten, die eine Kollegin zusätzlich zu korrigieren hat“, erklärt Elke Moeken.

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Protestieren in der innenstadt: Gymnasiallehrer.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Zusammen mit rund 20 anderen Gymnasiallehrern und -lehrerinnen aus ganz Südniedersachen ist die erste Vorsitzende des Kreisverbands der Lehrer-Gewerkschaft GEW am Sonnabendvormittag in die Innenstadt gekommen.

Der Grund: Sie wollen demonstrieren. Zum einen gegen die Erhöhung der Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden von 23,5 auf 24,5, die zu Beginn des laufenden Schuljahrs in Kraft getreten ist. Zum zweiten gegen die Abschaffung der Altersermäßigung, die Lehrern bisher erlaubte, von 55 Jahren an eine, ab 60 zwei Stunden weniger zu arbeiten.

Es handele sich zwar „nur“ um 45 Minuten mehr Unterricht, sagt Thomas Johnen, doch die führten durch Vorbereitung und Korrekturen zu realen zwei bis drei Stunden Mehrarbeit: „Zeit, die uns fehlt, Schüler individuell zu betreuen und unseren Unterricht adäquat vorzubereiten.“  Die Schule sei zu einem Experimentierfeld der Landesregierung verkommen, deren Sparpolitik auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werde, schimpft Friederike Goerigk.

Die Lehrer verteilen Broschüren und diskutieren mit Passanten. Einige unterstützen das Anliegen der Pädagogen, andere sind der Meinung, diese seien als Beamte schon privilegiert  genug. „Es geht mir auch um uns, aber in erster Linie um die Bildung der Kinder“, betont Goerigk. 

Von Hauke Rudolph

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