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Händel-Festspiele Göttingen: Studie bestätigt positiven Einfluss

Gute Noten Händel-Festspiele Göttingen: Studie bestätigt positiven Einfluss

Wer ist der durchschnittliche Besucher der Göttinger Händel-Festspiele? Er ist weiblich (56 Prozent aller Festspielbesucher), älter als 65 Jahre alt (40 Prozent), gut verdienend (80 Prozent verdienen mehr als 2000 Euro im Monat) und Akademiker (70 Prozent). Dieses Ergebnis ist Bestandteil einer Studie, die die Internationalen Händel-Festspiele und das Geographische Institut der Universität erarbeitet haben.

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Quelle: Heller/Archiv

Göttingen. „Begeisterung ist messbar“, sagte Händel-Geschäftsfüher Tobias Wolff, als er die Studie gemeinsam mit Wissenschaftler Tobias Behnen im Kulturausschuss vorstellte. Denn auch das ist ein Ergebnis: Die Festspiele bekommen von ihren Gästen die Schulnote 1,5. Durchweg gute Noten mit einer eins vor dem Komma erhielten die künstlerische Qualität, die Atmosphäre in Göttingen und die Auswahl der Veranstaltungsorte. Nicht gerade sehr gut, aber immer noch gut und mit einer zwei vor dem Komma bewerteten die Befragten das Übernachtungsangebot in der Stadt, die Verkehrsanbindung, das gastronomische Angebot, die Ticketpreise und den Verkehr in Göttingen.

Ein studentisches Team hat im Rahmen einer Projektarbeit mehr als 700 Besucher der Händel-Festspiele 2014 befragt. „Wir  haben 50 Veranstaltungen an vier Spielorten organisiert und 13 000 Tickets verkauft“, erklärte Wolff. 82 Prozent der Besucher kommen nur wegen der Festspiele in nach Göttingen, manche (knapp 20 Prozent) bleiben gleich eine ganz Woche. Fast die Hälfte aller Besucher kommen wieder, sie haben bereits fünfmal oder öfter die Festspiele besucht.

Behnen fasst zusammen: „Das hohe künstlerische Niveau zieht wohlhabende Gäste aus einem großen Einzugsgebiet an“. Das, so der Geograf, übe auch einen positiven Einfluss auf die touristische Entwicklung der Stadt aus. Die Atmosphäre in der Innenstadt trage erheblich zu dem Erlebnis bei. Aber: „Das Besucherprofil ist immer noch zu homogen“, sagt er. Die Hälfte der Besucher sei im Ruhestand, so Behnen.

Die Geografen liefern auch gleich Verbesserungsvorschläge: beispielsweise die Gastronomie stärker einbinden, Verbindung mit der Stadt intensivieren, Familien-Paketangebote machen, innenstadtnahes Übernachtungsangebot fördern und eine studierendenspezifische Marketingstrategie umsetzen. Unter Studenten sei laut Behnen noch Potenzial für die internationalen Festspiele. Fast die Hälfte der Befragten spiele ein Instrument  – trotz einer Rückfrage nach den  „Handy-Festspielen“.

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