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Händler auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt: Lena Ströbel

Die Unkonventionelle Händler auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt: Lena Ströbel

Essen, Schmuck, Glühwein, Bürsten, Kunsthandwerk: In 80 Buden preisen auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt dieses Jahr Händler ihre Waren an. Das Tageblatt stellt in loser Folge einige der Verkäufer vor. Heute: Lena Ströbel, die fast jeden Besucher kennt.

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Verkaufsstand und gleichzeitig kleine Werkstatt: Lena Ströbel auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Grüß’ dich!“, „Hey, wie geht’s?“, „Wir sehen uns später!“ – Händlerin Lena Ströbel scheint jeden auf dem Weihnachtsmarkt zu kennen.

Kein Wunder, steht sie doch schon seit 16 Jahren jeden Winter auf dem Göttinger Markt und verkauft ausgefallene Gürtelschnallen und selbstgemachte Gürtel. Auffällig ist ihr Stand trotz direkter Nachbarschaft zum hoch aufragenden Riesenrad. Hunderte Gürtelschnallen in allen Formen, Farben und Größen bietet sie an ihrem Stand an, der gleichzeitig eine kleine Werkstatt ist und den sie auch gerne verlässt, um einem Kunden mal schnell mitten auf dem Weg vor ihrer Bude einen Gürtel auf den Leib zu schneidern.

Beruf als Industriekauffrau aufgegeben

Angefangen hat das alles für die gelernte Industriekauffrau vor 20 Jahren. „Mein Mann hat sich irgendwann überlegt, wie man eigentlich Gürtel herstellt, und danach ging es los“, erzählt die Münsteranerin. Auf die ersten Gehversuche als Gürtelmacher folgten schnell die ersten Erfolge und Verkäufe. Letztendlich lohnte sich das Geschäft so sehr, dass beide ihre erlernten Berufe aufgaben und das Hobby zum Tagesgeschäft machten.

„Viele Freaks, viele Normale“

Heute haben die beiden eine Werkstatt in Münster und sind das ganze Jahr über auf Kunsthandwerkermärkten unterwegs. „Vor allem sind wir aber auf Musik-Festivals. Wacken, Full Force, so was halt“, erzählt Ströbel. Davon zeugen auch einige ihrer Gürtelschnallen mit den Logos bekannter Metal-Bands.

Nicht zuletzt deswegen wirkt ihr Stand zwischen den weihnachtsmarktüblichen Glühwein- und Imbissbuden irgendwie unkonventionell, aber dennoch keineswegs fehl am Platz. Vielleicht gerade deshalb, weil Ströbel trotz auffälligen Angebots eben nicht nur die einschlägige Kundschaft bedient.

Und das ist auch gewollt. „Mir war es immer wichtig, dass wir nicht nur eine bestimmte Szene von Menschen ansprechen“, erklärt sie. „Viele Freaks, viele Normale, alle dabei. Und das finde ich auch gut so.“

Von Benni Köster

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