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Hässlich, laut und am falschen Platz: Ärger über graue Kästen

Stadt: Notwendig für schnelles Internet Hässlich, laut und am falschen Platz: Ärger über graue Kästen

Tageblatt-Leser Ulrich Esch sind die grauen Kästen, die in diesem Jahr auf den Bürgersteig vor seinem Haus in der Ernst-Fahlbusch-Straße gesetzt wurden, ein Dorn im Auge. Hässlich seien sie, dazu schief installiert.

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Verärgerung über unschöne Multifunkionskästen in Weende.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Esch räumt ein, dass im Interesse einer schnellen Internet-Verbindung solche Technik notwendig ist. Allerdings kritisiert er die Standortwahl der „Multifunktionsgehäuse“, die Rollstuhlfahrern die Durchfahrt erschwere. Und, dass die Kühlung laut sei und ältere Kästen mit Graffiti verunziert seien.

Die Stadt sei „froh, dass die Telekom in ein solches, fast flächendeckendes Angebot zur Versorgung der Stadt mit einem deutlich schnelleren Internet investiert“, antwortet Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Davon profitierten nicht nur zigtausende Privathaushalte, sondern auch Göttinger Betriebe, gerade auch solche, deren Kunden offenbar regelmäßig mit dem Internet arbeiten – nicht zuletzt Esch selbst.

Die etwa 270 Multifunktionskästen in Göttingen seien für das neue Internet der Telekom „technisch erforderlich“, erklärt Stadt-Sprecher Detlef Johannson. Die Standorte seien mit der Verwaltung abgestimmt. Einzelne Standorte seien abgelehnt worden, weil sie das Stadtbild oder die Sicht im Straßenverkehr beeinträchtigten. In der Regel, so Johannson, habe der Betreiber nach dem Telekommunikationsgesetz sogar einen Anspruch auf Genehmigung.

Die Gehwegbreiten, widerspricht Johannson Esch, „sind an allen Stellen gewährleistet. Geräuschbelastungen sind uns nicht bekannt“ und seien auch  unwahrscheinlich.

Durch Anbringung von Wechselrahmen zur Veranstaltungswerbung an einigen Kästen wurde versucht, deren Erscheinungsbild zu optimieren. Zwar ließen sich Verunreinigungen nicht immer vermeiden, die neuen Multifunktionskästen seien aber mit einer Graffiti-resistenten Beschichtung versehen. Für die Reinigung sei nicht die Stadt, sondern die Telekom zuständig.

Mittlerweile hat die Verwaltung auf Eschs Vorwürfe auch direkt reagiert. Ihre Antwort entspricht weitgehend den Äußerungen der Stadt gegenüber dem Tageblatt.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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