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HG feiert 20 Jahre Partnerschaft

Schule in Weißrussland HG feiert 20 Jahre Partnerschaft

Seit 20 Jahren besteht die Schulpartnerschaft des Göttinger Hainberg-Gymnasiums (HG) mit der Mittelschule Nummer 5 im weißrussischen Molodetschno. Am Sonnabend hat das HG den runden Geburtstag mit aktuellen Austauschschülern und Ehemaligen gefeiert.

Школа №5, Maladsetschna, Weißrussland 54.31928 26.870443
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Rauschender Gala-Abend
Quelle: r

Göttingen. "Menschen sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Deustchland", sagt Eugen Kozlovskij. Eine Woche hat der Schüler aus Molodetschno, wie zehn seiner Mitschülerinnen, in Göttingen verbracht. 

Elf Schüler aus Weißrussland waren bis Sonntag eine neun Tage auf Gegenbesuch am HG. Die HG-Schüler waren zuvor im Herbst auf Stippvisite in Molodetschno. "Die Schule dort ist viel lockerer. Dort darf man sogar Handys mit in den Unterricht nehmen und auf dem Tisch haben", sagt Luisa. Jakob Büchner hingegen ist der schlechte Zustand vieler weißrussischer Straßen in Erinnerung geblieben. Ranga hingegen das "Einkaufsverhalten". Es gebe wenige Läden, wenige Menschen sein in Molodetschno auf den Straßen, sagt sie. Irina sieht in dem Austausch zwischen dem HG und ihrer Schule eine "gute Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen". Die Ausflüge, etwa nach Berlin in den Bundestag oder zur Wartburg, haben sie genauso begeistert wie das Göttinger Gänseliesel.

Angefangen hat der Kontakt vor 20 Jahren. Lehrerin Christel Svenson und die Schüler Michael Herbst und Arne Kreutzfeld machten sich im November 1996 nach Molodetschno auf. Ihre Mission: Ein Ultraschallgerät übergeben, für das das HG während einer Projektwoche Geld gesammelt hatte. Thema der Woche: die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die Stiftung "Kinder von Tschernobyl" hatte anschließend den Kontakt zur Mittelschule Nummr 5 hergestellt. "Die Gastfreundschaft hat uns damals überwältigt", erinnert sich Herbst.

Info

Weitere Informationen zur Partnerschaft gibt es hier.

Seit der Pionierfahrt 1996 haben inzwischen knapp 450 Schüler aus beiden Partnerschulen an dem Schülerausstausch teilgenommen. "Es ist immer mehr geworden", sagt Svenson. So gibt es inzwischen auch ein Schüler-Stipendium und eine Medikamentenpartnerschaft. Unterstützt wird die Partnerschaft durch die Stiftung West-Östliche Begegnung, dem Pädagogischen Austauschdienst und dem Förderverein Osteuropa am HG."Dass unsere Geburtstagsfeier mit dem 60. Jahrstag der Unterzeichnung der Römischen Verträge zusammenfällt, ist ein schönes Zeichen für die friedliche, internationale Zusammenarbeit und Völkerverständigung", sagte HG-Schulleiter Georg Bartelt.

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