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Handwerker in neuer Festhalle beim Endspurt

Weender Großbaustelle Handwerker in neuer Festhalle beim Endspurt

Maler, Tischler, Elektriker und Fensterputzer sind beim „Finish“. Zum Start des zweiten Schulhalbjahrs am 1. Februar soll in den neuen Klassenräumen des neuen Mehrzweckgebäudes in Weende der Unterricht beginnen.

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Handwerker im Schlussspurt: Im neuen Weender Mehrzweckgebäude entsteht eine Schulmensa, die auch als Veranstaltungssaal dient.

Quelle: Theodoro da Silva

Das Obergeschoss ist fast fertig. Der Technikraum in der Mitte ist vollgestopft mit Schaltschränken, Lüftungsrohren, Steuerungstechnik und Wechselrichtern für die Fotovoltaikanlagen auf dem Flachdach. Im Erdgeschoss, in der großen langgestreckten Mensa trennen die an der Decke aufgehängten beweglichen Elemente der zwei Trennwände Bühnenraum und Foyer ab. Noch fehlen Tische und Stühle für die Mensa mit rutschfestem Eichenholzparkett. Wände und Decke sind weiß, die dreifach verglasten, wärmegedämmten Holzfenster reichen von der Decke bis zum Boden. Der Raum wirkt nicht niedrig – eine Befürchtung im Ortsrat und bei vielen Weendern, die ihre alte, in die Jahre gekommene Festhalle am liebsten behalten hätten. Mit Bühnentechnik in offenen Bereichen der Decke und einer beweglichen Bühne sollen auch größere Veranstaltungen im neuen Gebäude stattfinden können.

Die Stadt investiert in Weende rund 4,75 Millionen Euro. 75 Prozent kommen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, 111 000 Euro steuert das Land bei, bleibt ein Eigenanteil von 1,08 Millionen Euro für die Stadt. Nach teilweise heftigen Debatten hatte der Rat der Stadt beschlossen, die Weender Festhalle abzureißen und ein multifunktionales Gebäude mit sechs zusätzlichen Klassenräumen für die Schule am Tannenberg, mit Raum für einen neuen Hort und mit einer Mensa auch für die Grundschule zu bauen. 1890 Quadratmeter neugewonnene Nutzfläche für Hainbund-Grundschule, der Schule am Tannenberg und Hort entstehen.

Bauleiter Carsten Schleevogt ist zuversichtlich, Kostenplan und Generalplan mit Nutzung ab 1. Februar einhalten zu können. Das „sportliche“ Ziel war der 31. Dezember. Der frühe Wintereinbruch Mitte November und Lieferverzögerungen machten einen Strich durch den Plan. Einige Außenarbeiten sind noch zu erledigen. Das Mobiliar für die Klassenräume und die Küche sind da, aber Tische und Stühle für die Mensa fehlen noch. Den Termin für eine Eröffnungsfeier hat die Stadtverwaltung auch noch nicht festgesetzt.

Die ausgeklügelte Technik mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft läuft im Probebetrieb. Das neue Gebäude wird über das Blockheizkraftwerk in der Hainbundschule mit Wärme versorgt. Die Steuerung regelt automatisch die Heizung runter, sobald ein Fenster geöffnet wird. Der Bau war eine „logistische Herausforderung“, so Bauleiter Schleevogt. Allein die in Dänemark vorgefertigten Teile der Zwischendecke erforderten zwölf Lastzüge und einen Spezialkran, der die tonnenschweren Spannbetonteile in Position bringen musste.

Von Gerald Kräft

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