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Hanf an „ungewöhnlichen Orten“

Legalisierung von Cannabis gefordert Hanf an „ungewöhnlichen Orten“

Die Hanf-Aktionsgruppe „Autonome Blumenkinder“ hat wieder gesät. Erneut hat die Gruppe nach eigenen Angaben „viele Kilogramm Hanfsamen“ verteilt und „hunderte bis tausende ganz überwiegend“ wirkstoffarme Cannabis-Pflanzen zum Aufwachsen gebracht.

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Der hanf spießt auch in diesem Jahr wieder im Göttinger Stadtgebiet, wie hier an der Groner Landstraße.

Quelle: Heller

Göttingen. Damit will die Gruppe ihren Protest gegen die immer noch „repressive Gesetzgebung“ zum Ausdruck bringen, „wegen der jedes Jahr viele tausend Menschen in Deutschland kriminalisiert werden“. Der Hanf, so die Blumenkinder, werde an „ungewöhnlichen wie angebrachten Orten“ zu finden sein. Mit ihrer Aktion wollen sie „gesellschaftlichen Druck“ erzeugen und die Legalisierung des Hanfes und der Entkriminalisierung der Konsumenten beschleunigen.

An wie vielen Stellen bislang Hanf gefunden worden ist, und ob bereits Ermittlungen eingeleitet worden sind, konnte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz am Freitag noch nicht sagen. Sie geht aber davon aus, dass die grundsätzliche Verfahrensweise identisch ist wie zuvor. Damals haben Mitarbeiter der Stadt die Pflanzen abgemäht, die Mahd wurde getrocknet, um dann den Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) zu bestimmen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet.

Unterdessen solidarisiert sich die Grüne Jugend mit den Blumenkindern und ihrer Guerilla-Gardening-Aktion. Sie fordert die Polizei auf, die Hanf-Pflanzen stehenzulassen. Sie hält die Legalisierung von Cannabis und eine Entkriminalisierung der Konsumenten für notwendig. Auch koste die strafrechtliche Verfolgung von Cannabis-Delikten „jedes Jahr viele Millionen Euro“ und die meisten Verfahren würden wegen „Bagatell-Charakters eingestellt“.

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