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Arbeitskreis will Planer „auf die Finger schauen“

Hann. Münden Arbeitskreis will Planer „auf die Finger schauen“

Die derzeitige Nutzung und Gestaltung des Schlossplatzes am Welfenschloss in Hann. Münden weist Mängel in der Funktionalität und Außenwirkung auf. Das ist bei den vorbereitenden Untersuchungen zum Sanierungsgebiet Altstadt IV festgestellt worden. In der Folge wurden der Schlossplatz in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau-West“ aufgenommen und Fördermittel beantragt.

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Knapp 140 Vorschläge gibt es bereits für die Umgestaltung des Schlossplatzes.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Für die Umgestaltung des oberen Schlossplatzes kalkuliert die Verwaltung die förderfähigen Kosten mit etwa 600 000 Euro bei einem Eigenanteil der Stadt in Höhe von rund 200 000 Euro. Im Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt Siegfried Pflum, Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung, die Empfehlungen des Arbeitskreises Schlossplatz vorgestellt.

Sechsmal kam der Arbeitskreis mit Vertretern der Verwaltung und aus der Politik seit Juli zusammen. Ausgehend von den knapp 140 Ideen und Wünschen eines Bürgerworkshops im Juni hat der Arbeitskreis die wichtigsten Themen zur Umgestaltung des Schlossplatzes erörtert und am Ende Empfehlungen für einen städtebaulichen Rahmenplan zur Umgestaltung des Schlossplatzes gegeben. Jetzt soll ein Planungsbüro auf Basis der Empfehlungen etwas entwickeln. Dabei solle dem Planer „auf die Finger geschaut werden“, so Pflum. Der Arbeitskreis will die Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplans „konstruktiv begleiten“. Den Politikern, so wurde während der Ausschusssitzung betont, ist vor allem wichtig, dass „wir im finanziellen Rahmen bleiben“.

Eine der Vorgaben des Arbeitskreises ist, dass der obere Schlossplatz weitgehend verkehrsfrei bleiben, der untere Schlossplatz jedoch weiterhin als Parkraum zur Verfügung stehen soll. Gegebenenfalls müsse über ein Parkkonzept diskutiert werden, denn Anwohner oder Kunden der Geschäfte hätten andere Ansprüche an die Gebühren als etwa der Tagestourist, der sich länger in der Stadt aufhalte, sagte Pflum. Die Gestaltung der Fläche soll, so ein weiterer Wunsch, derart ausfallen, „dass man sich dort gerne aufhält“. Der Schwerpunkt soll dabei eher in der Gestaltung der Fläche und weniger in der Möblierung liegen. Sinnliche Erlebnisse wie Gerüche, Geräusche oder abendliche Beleuchtung sollen anregend wirken. Auch soll der obere Schlossplatz nach der Umgestaltung Raum für Veränderungen bieten. Dabei wird beispielsweise an temporäre Objektkunstwerke gedacht. Einen zurückhaltenden Einsatz von „Grüngestaltungselementen“ und zum Beispiel die Möglichkeit, aus dem vorhandenen Brunnen Trinkwasser zu zapfen, schlägt der Arbeitskreis ebenso vor, wie gesicherte Befunde zur Geschichte der baulichen Anlagen im Bereich des Schlosses in der Platzgestaltung erlebbar zu machen. Das könnte beispielsweise durch Sichtbarmachen der einstigen Grundmauern oder aber durch Infotafeln erfolgen. Schließlich soll das Kultur- und Bildungsangebot innerhalb des Schlosses auf dem Schlossplatz besser in Erscheinung treten.

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