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Hann. Münden: Fremdenverkehrsabgabe soll kommen

Finanzierung der Tourismusförderung Hann. Münden: Fremdenverkehrsabgabe soll kommen

Der Verein Touristik Naturpark Münden und das Mündener Stadtmarketing sollen in einer neuen Gesellschaft zusammengeführt werden. Die Stadt senkt von 2017 an den jährlichen Zuschuss an den Touristikverein um 20.000 Euro auf 140.000 Euro. Zusätzliche Mittel für die neue Organisation soll die Fremdenverkehrsabgabe einbringen. Ein solches Vorgehen empfiehlt der Ausschuss für Umwelt, erneuerbare Energien und Tourismus dem Stadtrat.

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Beliebte Attraktion: das Weserausflugsschiff.

Quelle: CH

Hann. Münden. Bis dieses Verhandlungsergebnis erreicht war, gab es große Diskussionen im im Ausschuss. Antje Jahn, die Geschäftsführerin des Touristikvereins, stellte klar, dass Mittelkürzungen für den Verein „inakzeptabel“ seien. Um Aufgaben wie den Betrieb der Tourist-Information oder das Regionalmarketing zu stemmen, benötigten Vereine gleicher Größenordnung sechs Mitarbeiter. In Münden gebe es derzeit jedoch nur 4,3 Stellen. 2014 habe der Verein das Programm sogar mit nur 3,8 Stellen bewältigen müssen. Entsprechend überlastet seien die Mitarbeiter. Gute Leute könne der Verein auf Dauer nicht halten.

„Wir schieben einen Schuldenberg von 50 Millionen Euro vor uns her“, erwiderte der Ausschussvorsitzende, Manfred Albrecht. Der Landkreis habe der Stadt deutlich zu verstehen gegeben, dass die Tourismusförderung zu den freiwilligen Leistungen gehöre. Also müsse etwas passieren. Eine Mittelkürzung bereits ab 2016 lehnte die SPD, anders als CDU, Grüne und BFMÜ, jedoch ab.

Die von Bernd Neander (SPD) für 2017 vorgeschlagene Fusion fand parteiübergreifend Zustimmung. Sie wurde als neuer Punkt in das Haushaltssicherungskonzept aufgenommen. Auch die Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe ab 2017, die von allen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen getragen werden muss, wird von allen Politikern unterstützt. Die Firmen müssen ihre Umsätze der Stadt melden. „Bei Verdacht auf Falschangaben gleicht die Verwaltung die Daten mit dem Finanzamt ab“, warnte Kämmerer Wolfgang Hodan. Die Verwaltung soll bei Informationsveranstaltungen insbesondere den Unternehmern, die nicht unmittelbar vom Tourismus profitieren, die Bedeutung der Abgabe zu erklären. mic

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