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Hann. Münden: SPD will Stadtwald verkaufen

Andere Parteien äußern Ablehnung Hann. Münden: SPD will Stadtwald verkaufen

Die SPD will den Stadtwald von Hann. Münden für 28 Millionen Euro verkaufen. Mit dem Geld sollen die langfristigen Schulden abgetragen werden. Die Stadt, deren Gesamtdefizit sich auf 50 Millionen Euro beläuft, müsste dann eine bis anderthalb Millionen Euro weniger Zinsen im Jahr bezahlen.

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Hann. Münden. „Die meisten Gemeinden in Deutschland haben keinen eigenen Wald“, erklärte Manfred Albrecht, der dem Ausschusses für Umwelt, erneuerbare Energien und Tourismus vorsitzt. Auch Hann. Münden komme ohne eigenen Wald aus. Für die Bürger ändere sich nichts. Der Wald bleibe auch nach einem Verkauf für Spaziergänger und Wanderer zugänglich.

Die Leiterin des Betriebs Stadtwald, Susanne Gohde, machte die SPD darauf aufmerksam, dass kein anderer Betreiber so viel Geld in den Unterhalt von Wegen stecken werde. Zudem würden heute vorhandene Schutzhütten vom neuen Besitzer beim Erreichen der Baufälligkeit abgerissen. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen bei Bauvorhaben könnten nach einem Verkauf nicht mehr günstig im Stadtwald vorgenommen werden. Auf dem freien Markt wären solche sogenannten Ökopunkte deutlich teurer einzukaufen, sagte die Försterin.

Gegen einen Verkauf sprachen sich auch Lena Kürschner (Grüne), Gerhard Mundt (CDU) und Franz Bitz (BFMÜ) aus. Sie verwiesen darauf, dass der Stadtwald sich wirtschaftlich trage. „Das war in jüngerer Vergangenheit auch schon anders“, erklärte Albrecht. Damals habe er jedes Jahr eine Million Euro rote Zahlen geschrieben.

Bitz warnte vor einem Verkauf, wenn nicht zuvor die laufenden Kosten gesenkt würden. Wenn die Stadt weiterhin jedes Jahr neue Millionen-Schulden mache, sei der positive Effekt aus dem Verkauf bald dahin.

Von Michael Caspar

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