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Hann. Münden als Modellstadt

Rettung von Problemimmobilien Hann. Münden als Modellstadt

In Münden haben sich am Donnerstag Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, zu deren Gründungsmitgliedern auch die Stadt Hann. Münden gehört, zur Fachwerk-Triennale getroffen. Im Mittelpunkt standen Altstadtgenossenschaften, die zur Rettung historischer Altstädte beitragen.

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Viel beachtetes Projekt: Die Sanierung des Hauses in der Speckstraße 7, hier Dachstuhlarbeiten, war Thema bei der Fachwerk-Triennale.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Die Stadt Hann. Münden könnte zusammen mit Felsberg in Hessen, Bleicherode in Thüringen und Helmstedt in Niedersachsen zur Modellstadt werden, kündigte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, Manfred Gerner, den Teilnehmern der Fachwerk-Triennale in der Mündener Aegidienkirche mit. Beim Bundesbauministerium sei gerade erst der Antrag auf Fördermittel gestellt worden. Ziel sei es, einen Notfallfonds zur Rettung von Problemimmobilien aufzubauen.

In vielen Städten gebe es Leerstände und Sanierungsstau bei historischer Fachwerksubstanz. Oftmals seien es einzelne Eigentümer, die eine Sanierung blockierten. Ein Problem, das auch die  Mündener kennen. Die Mündener Bürgergenossenschaft habe aber auch vorgemacht, dass in altem Fachwerk neues Leben einkehren könne.

Das 9x24-Projekt im Rahmen der Denkmalkunst-Aktion 2013 beim Gebäude Speckstraße 7 wurde als gelungenes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements genannt. Ähnlich wie hier sollen, so die Idee der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, mit Hilfe des Notfallfonds Fachwerkhäuser schuldenfrei in Genossenschaften überführt und damit die Lasten, etwa einer Sanierung, verteilt werden.

Über Genossenschaften und Stiftungen sollen fünf bis acht Häuser in der Republik erhalten und wieder belebt werden, formulierte Gerner das Ziel des Projektes Notfallfonds. Nur durch bürgerschaftliches Engagement , wie es die Mündener oder aber die Felsberger mit ihren Genossenschaften vorgemacht hätten, sei es möglich, die Probleme in vielen Fachwerkstädten anzupacken. Die Kommunen seien dazu vielfach aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage, sagte Gerner.

Mündens Denkmalpfleger Burkhard Klapp betonte, dass eine Altstadt nicht nur Last sei, sondern auch Chancen für eine gute Lebensqualität biete. Die Teilnehmern der Fachwerk-Triennale stimmten ihm darin uneingeschränkt zu.

Die Aktion 9mal24 war eine Aktion innerhalb des Projekts "Denkmalkunst - Kunstdenkmal". Die Ausstellungsbilder sind von der letzten Ausstellung des Projekts. ©Hinzmann

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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