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Hann. Münden nimmt Göttinger Flüchtlinge auf

Hann. Münden nimmt Göttinger Flüchtlinge auf

Bis zu 50 Flüchtlinge wird der gemeinnützige Bauverein Hann. Münden in seinen Wohnungen dezentral sowie nach und nach unterbringen. Die Stadt Göttingen bleibt für die Flüchtlinge jedoch formal zuständig und übernimmt die Kosten.

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Bei der Vertragsunterzeichnung: Rolf Vogt (stehend, von links) und Sabine Dzukowski, Vorstandsmitglieder des gemeinnützigen Bauvereins, gemeinsam mit der Integrationsassistentin Nortrud Riemann, Bauverein-Geschäftsführer Jörg Wieland (sitzend, links) und Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapheit-Beck.

Quelle: Eichner-Ramm

Göttingen/Hann. Münden. Das regelt eine Vereinbarung zwischen Bauverein und Stadt Göttingen, die am Donnerstagnachmittag von Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins, und Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck, unterzeichnet worden ist.
In den vergangenen Wochen haben Bauverein und Stadt Göttingen an der Vereinbarung gefeilt, nachdem die Stadt an das gemeinnützige Mündener Wohnungsunternehmen herangetreten war. Die Kapazitäten der Unterbringung von Flüchtlingen im Göttinger Stadtgebiet „reichen bei Weitem nicht aus“, so Schlapeit-Beck. 2015 rechne Göttingen mit einer Zuweisung von rund 700 Personen – doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Landkreis Göttingen hat die Stadt die Möglichkeit, auch im Landkreis nach Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen. Fündig wurde Schlapeit-Beck schließlich in Hann. Münden beim Bauverein.

Wieland: „Flüchtlinge werden beim Bauverein natürlich Wohnungen bekommen, denn die Hilfe ist eine gesellschaftlich-moralische Verpflichtung, der wir uns gerne stellen.“ Die Vereinbarung mit der Stadt Göttingen regelt unter anderem, dass zunächst Wohnungen für 50 Flüchtlinge an die Stadt Göttingen vermietet werden. Die Flüchtlinge sollen dezentral untergebracht werden, um die Integration der Menschen vor Ort zu erleichtern. Zudem will der Bauverein die Menschen bei der Integration unterstützen, so Wieland, etwa bei Behördenangelegenheiten, bei Gesundheitsfragen oder bei sonstigen Fragen des täglichen Lebens. In den kommenden Wochen soll ein Netzwerk zur Unterstützung initiiert werden, zum Beispiel bei Vereinen, über Schulprojekte, Stadtverwaltung und Firmen. Darüber hinaus werde Integrationslotsin Nortrud Riemann die Bemühungen unterstützen, kündigt Wieland weiter an.

Bauvereinsvorstand wie auch die Sozialdezernentin betonen, dass die Entscheidung, welcher Flüchtlingsfamilie welche Wohnung angeboten wird, beim Bauverein liege. „Wir werden genau darauf achten, welche Menschen, Ethnien und Religionen in einem Haus zusammen leben“, betont Wieland.

Kosten für Miete, Mobiliar oder ärztliche Versorgung trägt die Stadt Göttingen. Pro Person stünden dafür rund 6100 Euro im Jahr zur Verfügung. „Das reicht aber bei Weitem nicht aus“, so Schlapeit-Beck. Die tatsächlichen Aufwendungen lägen bei rund 12 000 Euro.

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