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Hann. Münden profitiert von der Städtebauförderung

Denkmalschutz statt Abriss Hann. Münden profitiert von der Städtebauförderung

Seit 44 Jahren gibt es die Städtebauförderung des Bundes und der Länder – über die Jahre immer wieder angepasst an neue Aufgabenstellungen und mit unterschiedlichen Namen der einzelnen Förderprogramme. Mit einem Tag der Städtebauförderung am 9. Mai soll in 550 Städten und Gemeinden bundesweit auf Ziele und Projekte hingewiesen werden. Mit dabei sind auch Einbeck und Hann. Münden.

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Die Sanierungsgebiete I-IV der Stadt Hann. Münden von links oben nach rechts unten.

Quelle: EF

Hann. Münden. Seit es die Städtebauförderung gibt, seien schon „mehr als 3200 Kommunen beglückt worden“, sagt Reiner Cohrs, Fachdienstleiter für Liegenschaften und Sanierung in der Stadt Hann. Münden. Münden sei eine der ersten deutschen Städte gewesen, die seinerzeit in das Programm aufgenommen worden seien. „Glücklicherweise“, wie Burkhardt Klapp von der Unteren Denkmalschutzbehörde betont, denn damit sei verhindert worden, dass ein früherer Ratsbeschluss in die Tat umgesetzt worden ist. Danach hätten weite Teile der Altstadt abgerissen werden sollen, sagt Klapp. Hann. Münden, deren Altstadt heute unter Denkmalschutz steht, wurde stattdessen 1971 in das Sanierungsprogramm Altstadt I aufgenommen. Die Sanierungsgebiete II, III und IV folgten.

Die Städtebauförderung habe vor allem zum Ziel, erklärt Klapp, „eine unrentierliche Sanierung für den Eigentümer wirtschaftlicher zu machen“. Vor allem private Immobilienbesitzer können profitieren, wenn die Kommune für ein Sanierungsgebiet Mittel aus dem Topf Städtebauförderung erhält. Fördermittel für Maßnahmen fließen zu je einem Drittel vom Bund und vom Land, ein Drittel müsse die Kommune selbst schultern, erklärt Cohrs. Für Maßnahmen in den Sanierungsgebieten I und II wurden in der Stadt Hann. Münden rund 14,3 (I) und rund 7,25 Millionen Euro (II) investiert, als Fördermittel flossen rund sechs (I) und 3,5 Millionen Euro (II). Die Sanierungsgebiete III und IV laufen noch. Die Investitionen dafür belaufen sich auf etwa 4,7 (III) und 2,5 Millionen Euro (IV), so Cohrs. Die Fördermittel werden rund 3,1 (III) und 2,7 Millionen Euro (IV) betragen.

Hann. Münden möchte am Sonnabend, 9. Mai, dem ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung, über die verschiedenen Förderprogramme informieren und bietet unter anderem Rundgänge durch die Sanierungsgebiete Altstadt III und IV an. Einige Privatleute zeigen dabei Sanierungsmaßnahmen, für die sie Zuschüsse aus der Städtebauförderung erhalten haben.

Städtebauförderung in Zahlen
Am 9. Mai ist bundesweit der Tag der Städtebauförderung geplant. Mehr als 550 Kommunen machen mit, darunter auch Einbeck, Hann. Münden und Witzenhausen. Die Städtebauförderung besteht seit 44 Jahren, mehr als 3200 Kommunen haben davon mit mehr als 7700 Maßnahmen bereits profitiert. Die bereitsgestellten im Jahr 2015 belaufen sich auf zirka 650 Millionen Euro, die Investitionserwartungen auf zehn Milliarden Euro jährlich. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das die Zahlen zum Tag der Städtebauförderung zusammengetragen hat, hängen 202 000 Arbeitsplätze pro Jahr und etwa zwei Milliarden Euro an Steuereinnahmen sowie 2,2 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen pro Jahr mit der Städtebauförderung zusammen. Ausführliche Informationen zum Thema unter tag-der-staedtebaufoerderung.de. be
 
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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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