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Hans Peter Müller neuer Vorstand im Göttinger AfD-Kreisverband

Vorstandswahlen Hans Peter Müller neuer Vorstand im Göttinger AfD-Kreisverband

Der Kreisverband Göttingen Osterode der Alternative für Deutschland (AfD) hat einen neuen Vorstand. Nach etlichen Querelen, Rücktritten und Parteiaustritten von Vorstandsmitglieder sowie dem  Rückzug des Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl in den ersten sieben Monaten nach Gründung des Kreisverbandes soll nun der Göttinger Hans Peter Müller die Partei in Göttingen in ruhigeres Fahrwasser und in den Europawahlkampf führen.

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Alternative für Deutschland: neuer Vorstand für Göttingen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit einer Enthaltung wurde Müller am Freitag von den 19 stimmberechtigten Teilnehmer des Kreisparteitages – geleitet von Ex-FDP-Mann und Jurist Norbert Ullrich – gewählt. Müller ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder.

Der promovierte Biophysiker arbeitet als Dozent bei der Chemieschule Göttingen und ist erst im September in die AfD eingetreten – seine nach eigenen Angaben erste Mitgliedschaft in einer Partei. Er reiche jedem die Hand zur Zusammenarbeit, die „gegenseitige Zerfleischung“ im Kreisverband müsse aufhören, eine „vernünftige Arbeit“ her.

Die im Mai anstehende Europawahl sei „verdammt wichtig“ für die AfD. Offen ließ Müller, ob die AfD zur Göttinger Oberbürgermeisterwahl einen Kandidaten aufstellt. Auch über die inhaltliche Arbeit wolle man sich nun im Vorstand verständigen.

„Turbulente Vorstandssitzungen“

Müller stehen vier stellvertretende Vorsitzende zur Seite. Dazu gehören die Vorstandsneulinge Dieter Sulzbach und Maria Veltmaat sowie Siegfried Steinwachs und Sabine Sangmeister-Follmann, die beide bereits im alten Vorstand tätig waren. Unter dem Eindruck der persönlichen Angriffe von Außen auf Vorstandmitglieder in der Vergangenheit verzichtete der neue Vorstand auf ein Pressefoto.

Sangmeister als bis dahin kommissarische Vorsitzende sprach angesichts des AfD-Wahlergebnisses zur Bundestagswahl von einem erfolgreichen Jahr 2013. Berichtete aber auch von „turbulenten Vorstandssitzungen“, „frühen Schwierigkeiten“ und „Grabenkämpfen im Vorstand“.

Deutlichere Worte fand der AfD-Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel: Die Beleidigungen, persönlichen Angriffe und Denunziationen, etwa wie jüngst durch anonym weitergeleitete E-Mails, seien „zum Kotzen“. Das mache die Partei kaputt und lähme sie. Es dürfe keinen „Wettstreit der Personen“ geben, die Ziele der Partei müssten im Vordergrund stehen.

„Dienen ist nichts Schlechtes“

„Dem Ziel dient man, dienen ist nichts Schlechtes“, sagte Hampel. Die Querelen um die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Lennard Rudolph und Lars Steinke und deren Sympathien für nationalsozialistische Ideen hält Hampel für geklärt. Eine neue Partei müsse sich erst „schütteln“ und finden.

Gleichwohl schätzt Hampel den Anteil der bundesweit 17 000 AfD-Mitglieder, die aus der „rechten Ecke“ kommen, auf zwischen fünf und zehn Prozent. Einen ähnlich hohen Anteil gebe es auch in anderen Parteien, meint Hampel. „Auch bei den Grünen, das garantiere ich Ihnen.“

Als vernichtend für den Kreisverband bezeichnete Hampel die Veruntreuung von 6000 Euro aus der Göttinger Parteikasse durch den damaligen Schatzmeister Rudolph. Landesschatzmeister Bodo Suhren sprach von einem „Chaos“, das er bei Kasenprüfung vorgefunden habe. Offenbar seien Teile des Geldes für das „Luxusleben eines Ex-Schatzmeisters draufgegangen“.

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