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Eine Kopie für Fredelsloh

Hardegsen Eine Kopie für Fredelsloh

Ist es ein Bär oder ein Schwein? Im Keramikum in Fredelsloh können sich die Besucher künftig ihr eigenes Bild machen. Eine Replik des Hevenser Fundes soll dort auf Dauer ausgestellt werden, hat der Hardegser Ausschuss für Schule, Sport und Kultur dem Rat zur Beschlussfassung empfohlen. „In seiner Vollständigkeit – nur ein Ohr fehlt – handelt es sich um die bisher älteste tönerne Tierfigur aus Niedersachsen“, sagt Northeims Kreisarchäologin Petra Lönne.

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Das Originalfundstück bleibt als Dauerleihgabe in Hannover, die Kopie kommt nach Fredelsloh.

Quelle: EF

Hardegsen. Im Zuge der archäologischen Notgrabungen vor der Erschließung des Gewerbeparks Hardegsen ist die Tonfigur im August 2008 gefunden worden. Die rüsselartige Nase erinnert an ein Schwein, der Stummelschwanz könnte einem Bär gehören. Die Figur ist verziert mit eingeritzten geometrischen Figuren. Es sind linienbandkeramische Ornamente. Damit gehört die Figur in die Zeit vor mehr als 7000 Jahren.

2011 kam sie per Leihvertrag ins Landesmuseum in Hannover. Zum Jahresende 2014 hatte der frühere Bürgermeister Dieter Sjuts den Vertrag gekündigt. Denn das Keramikum in Fredelsloh möchte die Tierfigur gern ausstellen. Die Besucher hätten großes Interesse an Fundstücken aus der Region, sagt der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Töpferdorf Fredelsloh, Johannes Klett-Drechsel.

Zwar bleibt der kleine Schweinebär wohl als Dauerleihgabe in Hannover. Vom Landesmuseum aber gibt es das Angebot, ein Duplikat davon zu erstellen. Die Replik sollte dann ins Keramikum kommen, da sind sich Klett-Drechsel und die Ausschussmitglieder einig. Etwa 1000 Euro kostet laut Klett-Drechsel die Herstellung des Doubles. Zu je einem Drittel könnte der Betrag von Stadt, Landesmuseum und Keramikum getragen werden.

Die Vergangenheit beschäftigte den Ausschuss noch mehr. Denn noch steht die Frage offen, ob Hardegsen in diesem Jahr eine 1000-Jahr-Feier ausrichtet. In derselben Urkunde von 1015 von Gladebeck wird Hardegsen erstmalig erwähnt. Ein Fest-Arbeitskreis hat sich kurz vor Weihnachten gebildet.

Sein nächstes Treffen hat er am Dienstag, 17. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Hardegser Verwaltungsgebäudes. Doch bevor es richtig losgeht, müssen die Politiker im Stadtrat am Montag, 23. Februar, ihre Hände für die Feier heben. Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur gab schon sein einstimmiges Ja-Wort.

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