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Hardegser wollen Freibad behalten

Hardegser wollen Freibad behalten

Die Hardegser wollen ihr Freibad behalten. Rund 120 Bürger sind jetzt zu einer Informationsveranstaltung zur Zukunft des Bades gekommen. Angesichts des defizitären Haushalts kann die Stadt das Bad nicht mehr ohne Hilfe betreiben, denn für die Stadt ist es ein Zuschussbetrieb.

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„Voller Erfolg“: Viele Bürger wollen sich für das Freibad in Hardegsen einsetzen.

Quelle: EF

Den durchschnittlichen Einnahmen von knapp 29 000 Euro aus den Jahren 2005 bis 2009 stehen Ausgaben von nahezu 169 000 Euro gegenüber. Bei fast 27 000 Besuchern im Jahresdurchschnitt hat die Stadt bisher pro Gast gut 5,60 Euro draufgelegt.

„Die Versammlung war ein voller Erfolg“, äußerte sich Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) zufrieden. Vertreter aus den Vereinen und aus der örtlichen Wirtschaft, Ortsbürgermeister, Ratsmitglieder und viele Schwimmer hatten sich ins Muthaus aufgemacht, um gemeinsam darüber zu beraten, wie sie das Bad erhalten können. Im März hatte die Hardegser Ratsgruppe beantragt, das Freibad bis Ende 2011 in eine öffentliche Trägerschaft zu übertragen. Damit folgten sie der Kommunalaufsicht, die diese Forderung in Verbindung mit der Genehmigung des Haushalts stellte. Gemeinsam sollen nun die Möglichkeiten ausgelotet werden.

Wie es mit einem Förderverein weitergehen könnte, erfuhren die Hardegser am Beispiel des Freibads in Markoldendorf. Der Vorsitzende Uwe Jahns berichtete von den Erfahrungen seit der Vereinsgründung vor 14 Jahren. Heute zählt der Zusammenschluss rund 400 Mitglieder, von denen sich viele aktiv für das Bad engagieren.Ein Unterschied zwischen Hardegsen und Markoldendorf: Als der Förderverein dort vor 14 Jahren gegründet wurde, seien große Sanierungsmaßnahmen erforderlich gewesen. Als „Premium-Bad“ bezeichnete hingegen der Hardegser Bürgermeister das hiesige Freibad, das in den vergangenen Jahren rundum modernisiert worden ist. Für Solar-Absorberanlage und Planschbecken sind in diesem Jahr knapp 35 000 Euro veranschlagt worden.

In Hardegsen stehen den Beteiligten alle Möglichkeiten offen: Förderverein, Trägerverein oder eine Genossenschaft wie in Nörten könnten das Bad retten. Nach zweieinhalb Stunden konstruktiver Diskussion war der Anfang gemacht. 14 Freiwillige hatten sich für die Mitarbeit in einem Arbeitskreis für das Freibad gefunden. Im Oktober wollen sie sich zum ersten Mal treffen.

Von Ute Lawrenz

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