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Harste macht Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“

Dächer genug Harste macht Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“

Harste möchte mehr von der Sonne haben. Das Dorf macht mit bei dem Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“. Damit ist es eins von 23  Dörfern, die sich der Konkurrenz in Südniedersachsen stellen.

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Göttingen/Northeim/Osterode. Die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode richten den Wettstreit  für den Klimaschutz aus. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres vom 1. November 2014 bis Ende Oktober dieses Jahres möglichst viele Solaranlagen im Ort zu errichten. Gewinner wird, wer im Verhältnis zur Einwohnerzahl am Ende die beste Leistung erreicht. Gemessen werden Strom und Wärme.

„Dächer haben wir genug“, sagt Reinhard Neubieser  (CDU), Ortsbürgermeister in dem Dorf mit rund 1100 Einwohnern. Mit seinem  Ort  wollte er den Anfang machen und meldete sich gleich für eine Energieberatung , in den Wettbewerbsdörfern ist sie kostenlos. Simon Arbach ist zu ihm gekommen. Er ist einer von neun Energieberatern, die im Rahmen der Solarcheck-Kampagne in den drei Landkreisen unterwegs sind. In Neubiesers Heizungskeller stellen sie fest: In dem kleinen Raum ist es viel zu warm. „Wir heizen ja für nichts“, sagt der Hauseigentümer. In rund zwei Stunden entwickelt Arbach mit ihm ein Konzept für eine Solaranlage.

„Wir müssen das Thema Sonne noch viel mehr unterstützen“, sagt Lothar Nolte. Davon ist der Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) überzeugt. Es sei die unkomplizierteste Art der Energiegewinnung, meint er. Generell müsse der Einsatz erneuerbarer Energien vorangebracht werden. Dabei soll nun der Wettbewerb helfen. Im Landkreis Göttingen sind neben Harste, Diemarden, Klein Wiershausen, Groß Lengden, Mollenfelde und Fuhrbach dabei. Auch im Landkreis Northeim streiten sechs Dörfer um den Titel des effektivsten Sonnennutzers. Elf Orte konnte das Team von Klimaschutzmanagerin Julia Witter im Landkreis Osterode mobilisieren.

„Unser Dorf nutzt die Sonne“ ist der Folgewettbewerb von „Unser Dorf spart Strom“, den die Energieagentur Region Göttingen 2012/13  organisierte und mehrfach dafür ausgezeichnet wurde. „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn alle daran arbeiten“, meint Frank Uhlenhaut von der Harzenergie und ist sich mit Jörg Hausknecht von  der  Energienetz Mitte (EAM) einig. Beide Unternehmen unterstützen den Wettstreit.  Die drei effizientesten Dörfer gewinnen je 5000 Euro, die sie für ein Solarprojekt im Dorf einsetzen können.

Von Ute Lawrenz

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