Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Hartz-IV-Aufschlag kommt Ende des Monats aufs Konto

Fünf Euro mehr Hartz-IV-Aufschlag kommt Ende des Monats aufs Konto

Hartz-IV-Bezieher bekommen jetzt fünf Euro mehr im Monat. Der Landkreis als Optionskommune zahlt die höheren Regelleistungen Ende des Monats rückwirkend seit Januar aus.

Das lange umstrittene Gesetz zur Hartz-IV-Reform ist Ende März verkündet und in Kraft getreten. Damit gibt es ab April für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Sozialhilfe beziehen, auch Leistungen aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket. Ziel ist, eine Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien zu vermeiden. Die einzelnen Leistungen müssen der Kreisverwaltung zufolge gesondert und für jedes Kind und jeden Jugendlichen gesondert beantragt werden. Anträge werden vom Jobcenter Landkreis Göttingen herausgegeben und angenommen. Bei den aktuellen Änderungsbescheiden sind die Anträge als Anlage beigefügt. Bis zum 30. April können auch diese Leistungen rückwirkend zum Januar beantragt werden, wenn seitdem Hilfebedürftigkeit vorlag.

Leistungen werden für eintägige Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten gewährt, auch in Kindertageseinrichtungen und bei Betreuung durch Tagesmütter. Für Schulbedarf gibt es wie bisher 100 Euro je Schuljahr, künftig in zwei Raten zum 1. August 70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro. Für Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben gibt es maximal zehn Euro monatlich, zum Beispiel für Sportverein oder Musikschule. Geld gibt es außerdem für Nachhilfe, wenn die Versetzung gefährdet ist, für Fahrkosten zum Besuch weiterführender Schulen sowie zur gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung. Zuschüsse gab es bislang auch schon, nur zahlt jetzt der Bund statt Landkreis. Anspruch haben Schüler der allgemein- und berufsbildenden Schulen, die jünger als 25 Jahre sind (Ausnahme: Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, hier muss man jünger als 18 sein) oder Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen und Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII beziehen. Berufsschüler, die eine Ausbildungsvergütung erhalten, sind von der Leistung ausgeschlossen. Für Kinder und Jugendliche in Familien, die Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, werden Anträge bei den Familienkassen zunächst gesammelt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 16. bis 22. September 2017