Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
„In 15 Minuten vor Ort sein“

Hauptversammlung der Gewerkschaft der Polizei „In 15 Minuten vor Ort sein“

Attacken von Reichsbürgern oder Terrorbekämpfung: Nur ein Drittel aller Polizeibeamten würde ihren Job anderen empfehlen. Das ist das Ergebnis einer noch nicht veröffentlichten Befragung des niedersächsischen Innenministeriums, so die Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Voriger Artikel
Parteiausschluss denkbar
Nächster Artikel
Magdalene Günther neue GAB-Chefin

Symbolbild

Quelle: AP

Göttingen. „Das ist eine kritische Zahl, daraus müssen wir Konsequenzen ziehen und schauen, wo es hakt“, sagte er während der Hauptversammlung der Göttinger Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Die Polizei habe es mit vielen neuen Herausforderungen zu tun, so GdP-Vorsitzender Schilff. Aktuell sei das Thema Reichsbürger, die die Gesetze und Behörden der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. Erst am Dienstag hatte die Polizei mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) zwei Reichsbürgern im schleswig-holsteinischen Handewitt diverse Schusswaffen abgenommen. Zwei Wochen zuvor hatte ein Reichsbürger in Franken einen Polizisten erschossen und weitere Beamte verletzt. „Offensichtlich gibt es aber auch in den Reihen der Polizei Reichsbürger“, sagte Schilff.

Eine neue Form der Arbeit sei die Terrorismusbekämpfung. „Das hat rapide zugenommen.“ Das gelte für den Einsatz- und Streifendienst wie für den Staatsschutz. Schilff warnte davor, Dienststellen in kleineren Orten zu schließen: „In 15 Minuten muss ein Streifenwagen vor Ort sein.“ Einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren lehnte er ab. Um den Job wieder attraktiver zu machen, müsse die Besoldung vereinheitlicht werden. „Es kann nicht sein, dass am Wochenende die Kollegen aus Niedersachsen und Berlin mit den anderen in einer Reihe stehen, aber 400 Euro weniger im Monat verdienen als die aus Nordrhein-Westfalen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"