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Heeresmusikkorps Kassel kommt in die Göttinger Stadthalle

„Keiner soll seinsam sein“ Heeresmusikkorps Kassel kommt in die Göttinger Stadthalle

Allen Unkenrufen zum Trotz: Blasmusik ist viel mehr als bloß Humtata. Das zeigt schon ein Blick ins diesjährige Programm des Konzerts des Heeresmusikkorps Kassel am Dienstag, 18. November, das für die Tageblatt-Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein” in jedem Jahr die Göttinger Stadthalle füllt.

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Mittendrin: Blüggel und sein Heeresmusikkorps beim EM-Qualifikationsspiel in Dortmund gegen Schottland.

Quelle: EF

Göttingen. Der Klangkörper hat zwar Tradition, klingt aber alles andere als altbacken. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei: der neue Leiter, Oberstleutnant Christian Blüggel.

Der stellt klar: „Die musikalische Bandbreite kennzeichnet die heutigen Militärorchester.” Sicherlich verstehen sich seine Musiker vortrefflich aufs Märschespielen, schließlich gehört das Truppenzeremoniell zu den Hauptaufgaben der bundeswehreigenen Musikkorps. Als studierte Musiker suchten die Mitglieder aber gerne das Experiment.

Deshalb wird Giacomo Meyerbeers Krönungsmarsch aus der Oper „Der Prophet” auch beispielsweise von Bernd Rabes “Viva Brasil” oder Edward Gregsons “The Sword and the Crown” gefolgt.  Der englische Komponist Gregson setzt sich in dieser Theatermusik mit wechselhaften Zeiten der britischen Monarchie unter Henry V. bis Richard III. auseinander und illustriert klanglich, wie die Krone mit dem Schwert ihre Macht zu festigen versucht. Dass ein militärischer Klangkörper gerade so eine Musik spielt, zeugt von Reflexion – die heute von kritischen Hörern auch erwartet werde.

Erlös geht an die Weihnachtshilfe

Blüggel hat an solchen Aufgaben seine Freude. Erst seit Anfang Juni leitet er das einzige Heeresmusikorps der Bundeswehr in Hessen, das zwischen bundeswehrinternen Konzerten und Fernsehauftritten immer wieder in ganz unterschiedlichen Kontexten musiziert. „Gerade kommen wir aus Leipzig. Dort haben wir mit dem Kinderchor der Thomaner Stücke aus Hänsel und Gretel aufgeführt”, erzählt der  Oberstleutnant. Eine ganz andere Welt betritt Blüggel, wenn er seine Musiker ins Fußballstadion führt, wie jüngst beim EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland in Dortmund: In solchen Situationen müssen auch fremde Hymnen aus aller Herren Länder sitzen.

Am meisten schätzt er aber das Konzert. „Nach der Reform der Bundeswehr wurden vier Musikkorps geschlossen, dementsprechend viel haben wir zu tun.” Und daher freuen sich er und seine Musiker besonders, wenn sie für andere Konzerte Zeit finden – so wie am 18. November in Göttingen.

Der Erlös geht natürlich an die Tageblatt-Weihnachtshilfe. Auch im Spendensammeln sind die Kasseler Profis: Bislang haben sie allein durch ihre Konzerttätigkeit mehr als drei Millionen Euro für den guten Zweck gesammelt. Jetzt sei zu hoffen, dass zu dieser beeindruckenden Zahl beim Benefizkonzert in der Stadthalle eine stattliche Summe dazukommt.

V on Jonas Rohde

Karten für das Konzert am Dienstag, 18. November, gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen und Duderstadt sowie in den Filialen der Volksbank Mitte in Rosdorf. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.
 
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