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Hehlerei: Wirt muss 800 Euro zahlen

Gewerbsmäßig gestohlene Wurstwaren Hehlerei: Wirt muss 800 Euro zahlen

Die massenhaften Unterschlagungen und Diebstähle bei einem bekannten Göttinger Wurstproduzenten haben jetzt ein weiteres strafrechtliches Nachspiel gefunden.

Wegen gewerbsmäßiger Hehlerei musste sich am Donnerstag ein Gastwirt vor dem Amtsgericht Northeim verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn angeklagt, gewerbsmäßiger Abnehmer der gestohlenen Wurstwaren gewesen zu sein. Als Gegenleistung habe er den bereits verurteilten Haupttäter bei dessen Partyservice unterstützt.

Der Kneipier räumte in der Verhandlung ein, von dem früheren Mitarbeiter des Göttinger Traditionsbetriebs Fleisch- und Wurstwaren erhalten zu haben. Er habe jedoch nicht gewusst, dass es sich um unterschlagene Ware gehandelt habe. Am Ende kam der Angeklagte glimpflich davon: Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt. Als Auflage müsse der Gastwirt 800 Euro zahlen, sagte ein Justizsprecher.

Die Diebstahlsserie war im Sommer 2009 nach einer Strafanzeige der Unternehmensleitung aufgeflogen. Diese war darauf aufmerksam geworden, dass es bei den monatlichen Inventurrechnungen Gewichtsabweichungen zwischen Wa-renein- und -ausgang gab. Die Polizei richtete eigens eine gesonderte Ermittlungsgruppe ein und hob dann ein Netzwerk von Dieben und Hehlern aus, das einen schwunghaften Handel mit gestohlenen Fleisch- und Wurstwaren betrieben hatte. Gegen 24 Beschuldigte leiteten die Ermittler Strafverfahren ein. Die höchste Strafe erhielt ein als Haupttäter geltender früherer Mitarbeiter des Wurstherstellers. Neben einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, erhielt er eine Geldstrafe über 9000 Euro. Mehrere Mittäter wurden ebenfalls zu Geldstrafen verurteilt.

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