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Heidemarie Frank führt über den Göttinger Stadtwall

Tag des Offenen Denkmals Heidemarie Frank führt über den Göttinger Stadtwall

Als „Laufbahn“ für diskutierende Professoren ist der Stadtwall vor 250 Jahren hergerichtet worden. Anlässlich des Tags des Offenen Denkmals stellten Stadtführerin Heidemarie Frank und Michael Menzel vom städtischen Fachdienst Grünflächen 40 Bürgern den vier Kilometer langen Weg vor, der heute vor allem von Joggern genutzt wird.

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Führung über den Wall: Heidemarie Frank und Michael Menzel.

Quelle: Caspar

Göttingen. „400 Jahren lang haben die Göttinger an ihrem Stadtwall gebaut, der ursprünglich zu Verteidigungszwecken diente“, erläuterte Frank, die seit fast 30 Jahren Menschen durch die Stadt führt. Der Wall ersetzte die alte Stadtmauer, die den deutlich kleineren Stadtkern umfasst hatte. Nur an vier Punkten, dem Groner, Weender, Albani und Geimarer Tor, gab es Durchgänge.

Als mit Fortentwicklung der Waffensystem Wälle kein Hindernis für Soldaten mehr darstellten, entschied sich die Stadt für eine Umnutzung. „Die Auf- und Anbauten wurden bis auf das Bismarckhäuschen entfernt“, erzählte Frank. Der Wall selbst ließ sich nicht entfernen. „Das wäre zu teuer gewesen“, wusste Frank.

So wurden Linden gepflanzt. Von ihnen sei nur ein Baum erhalten geblieben, führte Menzel aus. Zwischen den Bäumen gab es Hainbuchenhecken. „Für eine Neupflanzung wäre es heute, wo die Bäume groß sind, zu dunkel“, erläuterte der städtische Mitarbeiter. Die Hänge waren damals von Bewuchs frei. Dort weideten Schafe und Ziegen.

Der alte Stadtgraben, der vor dem Wall lag, ist bis auf den Schwänchenteich zugeschüttet worden. Frank warnte vor romantischen Vorstellungen. „Die Göttiger entsorgten dort ihren Müll“, so die Stadtführerin. Sie bekam nach ihrer zweieinhalbstündigen Führung langen Applaus.

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