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Heidkopftunnel bald für Gefahrgut frei

Umleitungs-Streit Heidkopftunnel bald für Gefahrgut frei

Zwei gute Nachrichten für alle, die Umleitungsverkehr durch Reckershausen, Friedland, Stockhausen, Obernjesa und Dramfeld fürchten: Die Brücke der B 80 bei Arnstein bleibt vorerst für den Schwerlastverkehr offen. Und der Heidkopftunnel wird für Gefahrgut freigegeben. Das bestätigten die beiden Straßenbauverwaltungen in Bad Gandersheim (Niedersachsen) und Eschwege (Hessen) auf Tageblatt-Anfrage.

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Übung im Heidkopftunnel der A 38: Bald müssen auch Gefahrgutunfälle geübt werden.

Quelle: Vetter

Die Brücke, so Ulrich Wieditz vom Amt für Straßenbau und Verkehr Eschwege (AST), müsse zwar binnen fünf Jahren erneuert werden. Der auf zwei Jahre geplante Bau beginne aber erst 2013. Bis dahin dürfe der Schwerlastverkehr weiter unbehindert passieren. Das habe eine neuerliche Einstufungsberechnung ergeben. Wenn dann mit dem Bau begonnen werden, stehe die A 38 als Umleitung zur Verfügung – einschließlich Freigabe für den Gefahrgutverkehr.

Der, so Udo Othmer von der niedersächsischen Behörde, solle so schnell wie möglich durch den Tunnel fließen. Ein Gutachten habe ergeben, dass bei der derzeitigen Verkehrsbelastung des Tunnels (täglich 22 000 Fahrzeuge) Gefahrgut auch passieren dürfe. Voraussetzung seien zum einen technische Änderungen (unter anderem eine neue Lautsprecheranlage) sowie die Ausbildung und Ausrüstung der zuständigen Feuerwehren in Hinblick auf Gefahrgut-Unfälle. Die technischen Änderungen könnten bis Sommer erledigt sein. Für die Feuerwehren müsse jetzt eine Arbeitsgruppe die Voraussetzungen klären.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) betont, dass das Mehr an Ausbildung und Ausrüstung auf keinen Fall durch die Gemeinde zu leisten sei. Er freue sich deshalb über die entsprechende Zusage von Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Nun müsse geklärt werden, was die Wehren brauchen.

Kreisdezernentin Christel Wemheuer (Grüne) freute sich über den „erfolgreichen Widerstand von Gemeinde und Landkreis“. Und Friedrichs Kommentar zum Einlenken der Straßenbaubehörden: „Wenn man sich genauso stur stellt, kann man auch einen Amtsschimmel zum Galoppieren bringen.“

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