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Heimatfilm auch in Gladebeck gedreht

Ein Drehtag für sieben Filmsekunden Heimatfilm auch in Gladebeck gedreht

„1000 rote Rosen blühen“ zur 1000-Jahr-Feier in Gladebeck: Einen Drehtag hat der gleichnamige Film von 1952 den Gladebeckern damals beschert. Im Rahmen des Festjahrs 2015 haben Kirchengemeinde und Kulturkreis ihn in der Kirche des Dorfes gezeigt und damit Erinnerungen wachgerufen.

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Quelle: enz

Gladebeck. „Das ist es“, geht ein Raunen durch die gut gefüllte Kirche. Und schon ist der Pfarrgarten zu sehen. Ein Außenklassenzimmer ist dort eingerichtet. Im Film ist Schulschluss, alle laufen nach Hause. Viele Mitschüler kann Klages benennen. Der Konfirmationsjahrgang 1952 sei damals mit dabei gewesen, erzählt er und holt ein Foto von den Konfirmanden hervor. Komparse Klaus Hielscher wohnt jetzt in Groß Schneen. Für den Film ist er extra nach Gladebeck gekommen. Gelobt wird er dafür, dass er alle Akteure vor dem Filmabend angerufen habe.

Weil die Schule dem Filmteam nicht schön genug war, sei sie kurzerhand zum Pfarrhaus verlegt worden. Ganz klein sind hinten links Kühe zu sehen. Bauer August Lips habe sie damals die Straße rauf und runter getrieben. „Das Haus ist Hauptstraße 15“, zeigt Klages. Der dicke Stamm davor gehört zur alten Linde am Thie.

Den ganzen Tag hätten die Dreharbeiten gedauert, erinnern sich die Gladebecker. Sieben Filmsekunden sind davon übrig geblieben. Doch alle sind sich einig: Es war schön. So lässt Gudrun Stutz vom Kulturkreis die Szene aus dem Dorf noch einmal laufen. Jeder hat Zeit, vieles zu entdecken. Heinz Haude, damals Dramaturg in Göttingen, habe die Szene nach Gladebeck geholt, erzählt Klages.  „Unser Opa ist in dem Film zu sehen“, wissen die Schwestern Charlotte, Constanze und Caroline. Mit ihrer Mutter sind die drei deshalb gekommen.

Bei der Toneinrichtung hat Andreas Buschhorn aus Harste am Filmabend mitgeholfen. Schon eine Stunde vor Filmbeginn seien die Ersten da gewesen, um sich die besten Plätze zu sichern. „Viele von denen, die damals dabei waren“, sah Stutz und freute sich, dass unter den mehr als 100 Besuchern sogar Zuschauer aus Wiebrechtshausen waren. Dort wurde der Großteil des Films gedreht. Mit Anja Hampe hatte Stutz für den Kino-Abend Brote und Knabbereien zum Austausch von Erinnerungen vorbereitet - und Bowle „wie in den 50er Jahren".

 Von Ute Lawrenz

Viele Erinnerungen

 „Ich bin hier geboren und hier getauft“, sagt Martha Kulenkamp. Bis heute kann sie sich erinnern, dass die Glocken bei den Dreharbeiten geläutet haben. „August Lips und seine Kühe sind vorbeigekommen“, erzählt sie. Dass das Pastorenhaus zum Schulhaus umgestaltet wurde, weiß ihre Freundin Rosemarie Wiegmann zu erzählen.

Zwölf Jahre alt sei er damals gewesen, erzählt Otto Engelhardt. Mit seinen Schulkameraden habe er die Klasse dargestellt.  Bei den Dreharbeiten hätten sie eine Treppe rauf- und runterrennen müssen. Die Szene sei im Film gestrichen worden.

Adelheid Henneke konnte den Film bereitstellen. „Wir haben damals mit Lehrer Meyer gesungen“, erzählt sie von den Dreharbeiten. Leider komme die Szene nicht vor, erzählt die gebürtige Gladebeckerin.

Weil sie mit dabei war, beauftragte sie ihren Sohn, den Streifen aus dem Fernsehen aufzunehmen. Vor etwa 15 Jahren sei der Film von 1952 im Fernsehen noch einmal ausgestrahlt worden. Nun habe der Sohn die Aufnahme von damals für die heutige Technik kopiert.

 

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