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Heimatmuseum im ehemaligen Kühlhaus

Ausstellungseröffnung Heimatmuseum im ehemaligen Kühlhaus

Der alte Elektro-Sicherungskasten hat es nicht weit gebracht. Früher hing er am Kühlaggregat, jetzt steht er als Ausstellungsstück im Regal. Örtliche Elektriker, so Ortsbürgermeister Bernd Magerkurth, hätten sich am musealen Stück schon erfreut.

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Riesig: Ortsbürgermeister Bernd Magerkurth mit einer handbetriebenen Waschmaschine aus dem Jahr 1900.

Der Uralt-Schaltkasten mit Porzellansicherungen ist eines von vielen Ausstellungsstücken, die von morgen an im neuen Heimatmuseum Reiffenhausen zu bestaunen sind. Dort, wo seit 1963, als das Dorfgemeinschaftshaus erbaut wurde, 150 Kühlfächer für das ganze Dorf standen, ist jetzt auf 100 Quadratmetern ein Museum entstanden. Es birgt die Schätze, die der vor drei Jahren ausgeschiedene Ortsheimatpfleger Kurt Stenske in 20 Jahren zusammengetragen hat. Hinzu kommen Stücke, vor allem historische Handwerksgeräte, die erst durch einen Aufruf als Spende hinzugefügt wurden sowie eine Sammlung historischer Waagen und Gewichte, eine Leihgabe des Ortsbürgermeiters.

Man schrieb 2007, als Stenske aufhören musste und im DGH das Kühlaggregat kaputt ging. Wirtschaftlich war das Gefrierhaus nicht mehr zu betreiben; es wurde geschlossen. Stenske wiederum bat, die in seiner Scheune gelagerte Sammlung historischer Gegenstände anderswo unterzubringen. Eine Arbeitsgruppe des runden Tisches Reiffenhausen beschloss, die von der Gemeinde freigegebenen Räume des Kühlhauses zum Museum umzubauen. Und in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit geschah das auch.

Jetzt stehen Kühlschränke mit Echteis-Kühlung neben aufgearbeiteten Kanonenöfen, Röhren-Fernseher neben verschnörkelten Nähmaschinen. Eine komplette Küche ist eingerichtet worden, daneben ein schön gedeckter Wohnzimmertisch. Dass es im Ort Handwerker wie Böttger, Korbmacher und Tabakverarbeiter gab, zeigen deren alte Utensilien. Sogar ein Ziegengeschirr hängt an der Wand. Im zweiten Raum bewahren Vereine und Ortsrat Chroniken, Dokumente und historische Fahnen auf.

Am Sonntag ab 14 Uhr wird das Museum bei Kaffee und Kuchen eröffnet. Kurt Stenske hat zudem 400 alte Fotos im Dorf gesammelt und zeigt sie in einer Diaschau.

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