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"Wir sind eben doch älter als Göttingen"

Heimatverein Grone feiert sein 40-jähriges Bestehen "Wir sind eben doch älter als Göttingen"

Im Dezember 1976 haben einige alteingesessene Groner den Heimatverein gegründet. Man war sich einig, dass es trotz der Eingemeindung 1964 eine Dorfgeschichte gab, die es zu erhalten galt. Am Sonnabend blickte der Verein zum 40-jährigen Bestehen nun auf seine eigene Geschichte zurück.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. "Wir sind kein Verein der Gestrigen", betonte die Vorsitzende Doris Hesse vor rund 100 Gästen. "Auch wenn wir uns der Vergangenheit widmen, gehen wir doch mit der Zeit und blicken in die Zukunft." Und so verzichtete sie in ihrer Rede bescheiden auf eine Auflistung des Erreichten. "Wir wissen doch alle, was wir schon geschafft haben". Sie gab lieber einen Vorgeschmack auf die Aufgaben, die vor ihr und den aktuell 137 Mitgliedern des Vereins liegen.

Besonders am Herzen liege ihr das Thema Gesundbrunnen. Für die Erhaltung mittelalterlicher Strukturen in Grone sei der Arm des Heimatvereins allerdings zu kurz. Da bedürfe es der Unterstützung aus Politik und Verwaltung. Außerdem steht in den nächsten Jahren die digitale Inventarisierung des Ortsarchivs und der Dauerausstellung auf dem Dachboden des Bürgerhauses bevor. "Ein Großprojekt, das uns sicher über längere Zeit beschäftigen wird."

Immerhin sind allein die Datenbestände der Chronik auf mittlerweile 150 Ordner angewachsen, erklärte Karl Podworny. Schmunzelnd ergänzte der zwei Vorsitzende mit einem Seitenhieb auf den großen Nachbarn: "Wir sind eben doch älter als Göttingen." Die technischen Voraussetzung für die Digitalisierung werden vom Land Niedersachsen geschaffen, das die notwendige Datenbank für Heimatvereine und - Museen kostenlos zur Verfügung stellt.

Die lobende Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins übernahm schließlich doch noch jemand: Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr, selbst seit 23 Jahren Mitglied, betonte die Notwendigkeit, dass Geschichte lebendig gehalten und für die Zukunft bewahrt werden müsse. Das erledige der Heimatverein - aktuell übrigens der Groner Verein mit der höchsten Mitlgiederzuwachsrate - seit 40 Jahren mit viel Engagement. "Bleibt so aktiv und ideenreich wie bisher."

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