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Heiße Debatte im Umweltausschuss über Rosdorfer Baggersee

„Absurd“ und „unanständig“ Heiße Debatte im Umweltausschuss über Rosdorfer Baggersee

Draußen war es kalt, drinnen ging es heiß her: Am Thema Rosdorfer Baggersee erhitzen sich die Gemüter in der Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch. Anlass war das Ansinnen der Linken, das wilde Baden im Baggersee, der eigentlich zur Gemeinde Friedland gehört, zu zivilisieren.

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Der Rosdorfer Baggersee

Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Für seine Partei erklärte Eckhard Fascher, „den seit über 40 Jahren existierenden Badebetrieb am Rosdorfer Baggersee bezüglich landesüblicher Umwelt- und Hygienestandards in geregelte Bahnen zu führen“. Das solle mit zwei Maßnahmen geschehen: mit dem saisongebundenen Aufstellen mobiler Toiletten und einer regelmäßigen Müllabfuhr. Wenn dies nicht geschehe, so Fascher, „entzieht sich der Kreis seiner Verantwortung“. Es sei illusorisch, zu glauben, dass sich die jährlich 60- bis 80000 Badegäste von dem eigentlich nicht fürs Baden vorgesehenen Kiesabbau-See fernhielten ließen.

Doch Fascher stieß auf geballte Ablehnung – erst von der Verwaltung, dann von allen anderen Parteien. Eine „Entsorgung“ müsse „in der Größenordnung von Großcontainern“ geschehen. Weil dort Landschafts- und Wasserschutzgebiet sei, dürften keine üblichen sanitären Anlagen errichtet werden, schon gar keine mobilen. Erst wenn der Kiesabbau in 20 Jahren beendet sei und das Gelände zu einem Erholungsgebiet umgestaltet werde, könne man über dergleichen nachdenken. Überhaupt sei das Baden in Baggerseen brandgefährlich. Wemheuers Standpunkt: „Rechtswidrig werden wir so etwas nicht tun.“

Derlei Kritik schlossen sich Vertreter aller übrigen Parteien an. Der Linken-„Antrag auf illegale Handlung“ sei „absurd“ und nicht anständig“, gab Thorsten Heinze (SPD) die Tonlage vor. Einrichtungen wie Toiletten und Abfallkörbe könnten fälschlich suggerieren, das Baden sei sicher. So ereilte den Linken-Antrag das vorhersehbare Schicksal: einstimmige Ablehnung.

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