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Helga und Udo Lau aus Groß Schneen verwirklichen ihren Traum

Zum Millennium um die Welt Helga und Udo Lau aus Groß Schneen verwirklichen ihren Traum

Sie haben es schön zuhause, der Blick schweift aus dem Wohnzimmer hinaus direkt ins Leinetal. An der Wand im Heim von Helga und Udo Lau, beide pensionierte Lehrer, hängt eine Weltkarte, auf der mit schwarzen Wollfäden die Route der „Reise unseres Lebens“ angedeutet ist.

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Mit Buch und Tagebuch der Reise: Udo und Helga Lau.

Quelle: Hinzmann

Groß Schneen. Zum Millennium reisten sie ein Jahr lang um die Welt – von Alaska bis Peru, von Südafrika nach Neuseeland und über Bali zurück nach Groß Schneen. Jetzt hat Udo Lau ein Buch darüber geschrieben.

Der Entschluss dazu reifte, sagt Udo Lau, als seine Enkelkinder immer wieder Geschichten von den Reiseabenteuern ihrer Großeltern hören wollten. Der heute 70-Jährige frischte seine Erinnerungen daran auf Grundlage seiner Reisetagebücher und der vielen Fotos auf.

Knapp ein Jahr lang dauerte die Weltreise von Helga (heute 72) und Udo Lau, die Idee dazu reifte viele Jahre vor der Abreise im August 1999, und die konkrete Planung beschäftigte das Paar damals fast zwei Jahre. Beiden Lehrern am Otto-Hahn-Gymnasium war es möglich, ein „Sabbat-Jahr“ einzulegen: Drei Jahre lang hätten sie zu 75 Prozent ihres Gehaltes gearbeitet, das vierte Jahr gab es 75 Prozent Gehalt ohne Arbeit. Für beide war klar, dass sie ihre Millenniumsweltreise „nicht als touristische Pauschalreise“ unternehmen wollten sondern vielmehr „individuell und mit Rucksack“, sagt Udo Lau. Die Philosophie der Weltreisenden lautete: „Land und Leute lernt man nur kennen, wenn man ihnen auf Augenhöhe begegnet.“

Als Muss standen für den Erdkundelehrer drei Dinge auf der Liste. Erstens: er wollte den Kilimanjaro, von dem er schon als Pennäler geträumt habe, besteigen. Zweitens wollte er wilde Tiere in Afrika sehen, und Drittens wollte der passionierte Jäger in Alaska auf die Jagd gehen. „Der Kilimanjaro“, sagt Helga Lau, „das war im Nachhinein die größte Herausforderung“. Auf dem mit fast 5900 Metern höchsten Berg Afrikas und auch die Wanderung auf dem Inka-Trail zum Machu Picchu – beide Male machte die enorme Höhe den Südniedersachsen zu schaffen. Aber immerhin sind beide ohne ernsthafte Krankheiten und unbeschadet wieder nach Hause gekommen. „Wir leben auf einem wunderbaren Planeten mit so vielfältigen Mikrokosmen“, zieht Udo Lau mit Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf das Leinetal für sich als Fazit der Weltreise, „aber wir gehen an vielen Stellen viel zu leichtfertig damit um“.

„Ein Jahr um die Welt“

Das Buch von Udo Lau trägt den Titel „Ein Jahr um die Welt“. Es beinhaltet auf mehr als 350 Seiten eine Vielzahl an Erinnerungsfotos. In neun Kapiteln begleitet der Leser das Paar aus Groß Schneen.

Ganz persönliche Eindrücke gehen Hand in Hand mit Informationen über die Ziele. Das Buch kann als Paperback-, Hardcover- oder E-Book-Ausgabe sowohl im Internet als auch bei Thalia in Göttingen erworben werden: ISBN 978-3-7323-0420-2, Verlag Tredition.

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