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6000 Nieten in Handarbeit

Helikoptertreffen in Göttingen 6000 Nieten in Handarbeit

„Mächtig Glück“, sagt Andreas Bleyer vom MSV Condor Göttingen, haben Organisatoren und Teilnehmer beim Helikoptertreffen am Wochenende gehabt. Am Sonnabend blieb es auf dem Modellfluggelände oberhalb von Elliehausen trocken, und auch am Sonntag zogen bis zum Nachmittag alle Gewitter vorbei, teils nur knapp.

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Helikopter-Treffen des MSV Conod Göttingen

Quelle: Harald Wenzel

Elliehausen. Das jährliche Helikoptertreffen kommt ohne Wettbewerb aus und dient allein dem geselligen Beisammensein, Erfahrungsaustausch und der Möglichkeit von Vorführungen auf einem idealen Fluggelände. Wie bei früheren Treffen auch waren zwei Fraktionen vertreten: die eine mit vorbildgetreuen Modellen echter Maschinen, die anderen mit Sport- und Zweckhubschraubern, mit denen sich extreme Manöver fliegen lassen.

Zu der ersten Gruppe gehört Bleyer selbst. Eines seiner Modelle ist eine Miniaturversion einer Bundesgrenzschutzmaschine Bell UH1-D „Huey“, präzise nachgebaut bis in kleinste Beschriftungen. Der zwei Kilowatt starke Motor muss ein Gesamtgewicht von acht Kilogramm in die Luft wuchten.

Helikopter-Treffen des MSV Conod in Göttingen

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Wie fast alle anderen Modelle auch hat die Huey Elektroantrieb. Den Strom liefern zwei starke Akkus: „Das reicht für eine knappe Viertelstunde Flug“, sagt Beyer. Originalgetreuen Hubschrauberlärm gibt es auch -allerdings nicht aus einer Turbine, sondern via Tondatei aus einem versteckten Lautsprecher.

Thorsten Krol aus Duderstadt war mit seinem Modell einer russischen MiL-Mi2 angereist. Die 14,5 Kilo schwere Maschine mit einem Rotordurchmesser von 2,3 Metern wird ebenfalls von einem etwa zwei Kilowatt starken Elektromotor in die Luft gebracht. „Nach sieben bis acht Minuten“, sagt Krol, „ist der Saft alle.“ Dann müssen die Akkus wieder ans Ladegerät.

Was echte Modelltreue ist, bewies Krol mit seinem zweiten Fluggerät. Auf der Außenhaut seines Militärhubschraubers Cobra AH1-W hat er in Handarbeit die Nieten nachgebildet, über die auch das Original verfügt: insgesamt etwa 6000 an der Zahl.

Am Sonnabend hatten noch um die 35 Hubschrauber-Enthusiasten den Weg nach Elliehausen gefunden, am Sonntag nur noch knapp 15. Einer der Gründe mögen die dunklen Gewitterwolken gewesen sein, die tagsüber südlich von Göttingen vorbeizogen und dort teils heftige Regengüsse mit sich brachten. „Das“, vermutet Bleyer, „hat wahrscheinlich die ganzen Leute aus Kassel und Umgebung abgeschreckt.“

Ärgernis Drohnen

Die stark wachsende Anzahl von Spielzeugdrohnen, sagt Andreas Bleyer vom MSV Condor Göttingen, bereiten den Hobby-Piloten ferngesteuerter immer mehr Probleme. Zum einen hantierten immer mehr Amateure mit derlei billigen Fluggeräten, zumeist Quadrocoptern (Drohnen mit vier Einzelrotoren): "Jeder Laie ohne Ahnung simpelster Luftfahrtregeln kann damit fliegen." Wenn jetzt die Politik darüber nachdenke, die zulässige Flughöhe weiter herabzusetzen, treffe das in erster Linie die Piloten anspruchsvoller Modellflugzeuge oder -helikopter: "Drohnen kommen gar nicht so hoch."

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