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„Herzaktionen“ - von Menschen für Menschen

Engagement für Bedürftige in Göttingen „Herzaktionen“ - von Menschen für Menschen

„Urlaub vom Ego, voller Einsatz für andere“ lautet das Motto des Puls Camps, dem sich siebzehn junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren während der letzten Herbstferienwoche verschrieben haben. Unter der Leitung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) engagieren sie sich sozial, kulturell und ökologisch in Göttingen.

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Noch bis Sonnabend, 15. Oktober, sind die Teilnehmer des Camps im Einsatz für den guten Zweck.

Quelle: R

Göttingen. Noch bis Sonnabend, 15. Oktober, sind die Teilnehmer des Camps im Einsatz für den guten Zweck. Das Programm ist vielfältig. Die 15 Mädchen und zwei Jungs helfen unter anderem der Göttinger Tafel beim Abholen, Sortieren und Ausgeben der Essensspenden, der St. Michaels Gemeinde während des Mittagstisches für Bedürftige oder der Arche beim Streichen ihrer Flure. „Wofür der CVJM steht“, sagt Campleiter und Geschäftsführer Roland Elsas, „ist, jungen Menschen etwas zuzutrauen.“

Für das erste Puls Camp vor fünf Jahren meldeten sich sieben Teilnehmer an, durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist die Zahl mittlerweile auf 17 angestiegen. Finanziert wird das Camp, dessen Schirmherr Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler ist, außer durch einen Eigenanteil des CVJM mit Zuschüssen der Stadt Göttingen und des Vereins „Aktion Mensch“. Die „Herzaktionen“ selbst hätten „oft was mit sozial-diakonischem Inhalt zu tun“, erklärt Elsas. Zwar gebe es auch einen christlichen Anspruch, dieser sei aber freiwillig. Zusätzlich organisiert der Verein während der Woche Vorträge verschiedener Einrichtungen wie des Kinder- und Jugendtelefons.

Auf die Frage, warum sie sich für die Teilnahme an dem Camp entschieden habe, sagt die 18-jährige Dina Hüsson: „Ich hatte mir überlegt, dass ich etwas für die Gesellschaft machen will - den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ Merle Boeder meint, wenn sie schon Ferien hat, „dann kann ich auch etwas machen, was anderen hilft“. Durch die verschiedenen „Herzaktionen“ kommen die jungen Erwachsenen auch in Kontakt mit Menschen aus Milieus, denen sie normalerweise nicht angehören. Antonia Ahlf hat sich das im Vorhinein „schlimm vorgestellt“, durch die neuen Einblicke sagt sie aber: „Es ist auf jeden Fall so, dass es Vorurteile genommen hat.“ Am Freitag veranstalten die Camp-Teilnehmer in Eigenregie eine „Kleiderparty“ auf dem Jacobikirchhof. Die Gruppe ruft Göttinger dazu auf, dort ab vormittags alte Winterkleidung zu spenden und damit Bedürftigen eine Freude zu machen. Elsas freut sich über die Initiative und sagt: „Auch wir können unseren Beitrag leisten“. yah

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