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„Heute kochen Wier“ im Dorfgemeinschaftshaus Wibbecke

Mit Bertram, Quendel und Galgant „Heute kochen Wier“ im Dorfgemeinschaftshaus Wibbecke

Am Freitag hat es wieder geheißen: „Heute kochen Wier“. Ein rundes Dutzend Männer, Frauen und Kinder hat im Dorfgemeinschaftshaus den Kochlöffel geschwungen und mit viel Eifer und Elan vier riesige Portionen Bärlauch-, Kürbis- und Gemüsesuppe zubereitet. Und anschließend, gemeinsam mit rund 25 Gästen, die Suppen mit viel Genuss verspeist.

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Quelle: Hinzmann

Wibbecke. Dieser Gemeinsamkeit willen hat die Initiative „Wier im Wandel – Wibbecke und Erbsen“ die jeden ersten Freitag im Monat stattfindenden Kochabende ins Leben gerufen, wie Annelie Thieme erläutert: „Hier kommen Leute zusammen, die sich sonst wahrscheinlich nicht treffen würden“, so die Ortsbürgermeisterin (Grüne).

Einer von denen, die die Dorfbewohner ohne den Kochabend nicht getroffen hätte, ist Gerhard Martin. In Radolfzell am Bodensee wohnend, besucht er derzeit seine Schwester Eva Martin. Den Wibbecker und Erbsenern hat er mit seiner Gemüsesuppe á la Hildegard von Bingen auf jeden Fall ein schmackhaftes Gastgeschenk bereitet: Die am Freitagabend servierte Martin´sche Kreation, die unter anderem Curry, Bertram, Quendel sowie Galgant enthielt, ging weg wie warme Semmeln.       

Alle Generationen waren beim Kochen vertreten, wobei Inge Schreivogel mit 67 die Älteste, Mathilde Richelshagen mit gerade mal zwei Jahren die Jüngste war. Schälen und schnippeln kann die Kleine zwar noch nicht, dafür warf sie zielsicher den Kürbis in den Topf. Probleme beim Schnippeln haben aber auch Ältere: statt die Zwiebel zu zerteilen, schnitt sich die 51-jährige Cornelia Sonne in den Daumen. 

Viele Zutaten mussten nicht eingekauft werden, sie stammten aus dem Wibbecker Wald oder aus Geschäften der Umgebung, die die Lebensmittel aus Ablaufgründen sonst hätten wegwerfen müssen. „Wir verfolgen einen nachhaltigen Ansatz“, erläuterte in diesem Zusammenhang Britta Thür von „Wier“. Die Initiative wurde eingerichtet mit dem Ziel, Dorfstrukturen zu stärken und neue zu entwickeln, um der Herausforderung des demografischen Wandels konstruktiv zu begegnen.

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