Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Hevenser fürchten Gesundheitsgefahren durch Höchstspannungsleitung

Angst vor Elektrosmog Hevenser fürchten Gesundheitsgefahren durch Höchstspannungsleitung

Für die Erdverkabelung der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar im Stadtgebiet Hardegsen hat sich der Ausschuss für Stadtplanung und Bau der Stadt Hardegsen ausgesprochen. Der Projektleiter habe das nicht ausreichend geprüft, lautet ein Vorwurf gegen den Netzbetreiber Tennet.

Voriger Artikel
Ein fröhliches Extrem-Frühchen
Nächster Artikel
Schwimmzeiten für Frauen im Badeparadies Eiswiese Göttingen

„Wir werden alles dagegen unternehmen“: Vorbehalte gegen eine Freileitung gibt es in Hevensen.

Quelle: Hinzmann

Hardegsen. Für den Fall, dass eine Erdverkabelung nicht möglich sei, sprach sich der Ausschuss wie der Landkreis Northeim, Stadt und Umweltbeirat Hardegsen sowie die Ortsräte Gladebeck und Hevensen für die Osttrasse der Freileitung aus und forderte dazu bei Hardegsen einen zusätzlichen Schwenk in der Trassenführung zugunsten eines größeren Abstands zur Wohnbebauung in Hevensen.

 
Große Probleme mit der Osttrasse äußerten Monika Sagebiel und ihre Mutter aus Hevensen: „Wir werden alles dagegen unternehmen.“ 150 Unterschriften sammelten sie gegen die Trasse zwischen Hevensen und Gladebeck allein am vergangenen Wochenende. Sagebiel berichtete, dass ihre ganze Familie sehr sensibel auf Elektrosmog reagiere. An ihrem früheren Wohnort Gertenbach sei eine 20 000-Kilowatt-Leitung durch ihren Garten gelaufen. Die ganze Familie sei krank geworden. Damals sei sie ein Kind gewesen, jetzt ist Sagebiel 45 Jahre alt. In Hevensen bauten sie und ihre Mutter wegen der dörflichen Umgebung vor 13 Jahren. Nun hätten sie Angst, dass sie wieder krank würden.

 
Allerdings ging die Wahl-Hevenserin von einem Abstand der Stromleitung zu den Häusern von kaum mehr als 400 Metern aus. Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) nannte eine Entfernung von etwa 1000 Metern für Hevensen und Gladebeck. Geringer sei mit immer noch rund 700 Metern allein die Distanz zur Oberen Mühle.

 
„Wie kann es sein, dass ein Ortsrat mit sieben Leuten über das Wohl des ganzen Dorfes entscheidet“, fragte Sagebiel angesichts des Votums aus der Ortsratssitzung für die Osttrasse. Auch Wolbrechtshausen sei davon betroffen. Weil das Dorf zum Nachbarflecken Nörten-Hardenberg gehöre, beziehe es die Stadt Hardegsen nicht mit ein, erklärte Kaiser. Im Sinne der Menschen habe sich der Ortsrat Hevensen für das „geringere Übel“, für die geringste Belastung für ganz Hardegsen, rechtfertigte Ratsherr Thomas Spangenberg (FDP) aus dem Dorf die Abstimmung der Ortsratsmitglieder.

 
Ihre Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren muss die Stadt Hardegsen bis Mittwoch, 3. Juni, abgeben. Eine Ratsentscheidung dazu fällt am Montag, 1. Juni.

Von Ute Lawrenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“