Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Hevenser lehnen geplanten Windpark ab

Streit um Windkraft Hevenser lehnen geplanten Windpark ab

Die Hevenser Bürger lehnen die in Dorfnähe geplanten Windräder ab. Dieses Bild hat der Hardegser Ausschuss für Stadtplanung und Bau gegeben. Mehr als 20 Bürger waren gekommen, viele äußerten massive Bedenken, gegen die Pläne des Unternehmens „Von Helmolt Consult“. Vier Windkraftanlagen sollen nördlich des Ortes entstehen.

Voriger Artikel
Getreideernte in der Region beginnt
Nächster Artikel
Nach Brandanschlag auf Göttinger SPD-Zentrale: Tätersuche und Verurteilungen

Hevensen sagt Nein zum Windpark.

Quelle: Vetter

Hevensen. Neu seien die Pläne nicht, leitete Edeltraud von Helmolt ein. Im alten Flächennutzungsplan der Stadt sei die Fläche schon dargestellt worden. Mit einem Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung in den Ortschaften Thüdinghausen, Behrensen, Wolbrechtshausen und Hevensen seien die rund 200 Meter hohen Anlagen angeordnet.   Mit einem der neuesten Anlagentypen erweise sich der Windpark mit der Fläche von 56 Hektar im Schwachwindgebiet dennoch als wirtschaftlich, beteuerte von Helmolt. Die zulässigen Schallemissionen von 40 Dezibel in Wohngebieten und 45 in Mischgebieten würden in Hevensen nicht überschritten. Auch der Schattenwurf bewege sich im gängigen Rahmen. Mit neuer Technik sei es möglich, „die nächtliche Befeuerung der Anlagen „bedarfsgerecht“ zu steuern.  Der Ertrag des Hevenser Windparks liege bei 30 Millionen Kilowatt im Jahr. Sobald eine Anlage im Wert von rund 5,2 Millionen Euro abgeschrieben sei, ergäben sich auch für die Stadt Hardgesen Gewinne durch Gewerbe- und Einkommensteuer. Im Raum blieb der Vorwurf aus der Zuhörerschaft, dass die Anlagen sich nur dank der derzeit noch fließenden Subventionen lohnten.  „Die Investoren stehen in den Starlöchern“, sagte von Helmolt. Ohne Antwort blieb Rainer Lutters (Hardegsen 21) Frage, wie das Unternehmen die Akzeptanz ihres Plans in der Bevölkerung erreichen wolle. Dass sie trotz aller Einwände und Bedenken einen Bauantrag bei der Genehmigungsbehörde Landkreis Northeim einreichen werde, stellte von Helmolt außer Frage.  Einen aktuellen Flächennutzungsplan mit Sondergebieten für Windkraftanlegen hat die Stadt Hardegsen noch nicht. Im August vergangenen Jahres kündigte die „Von Helmolt Consult“ den städtebaulichen Vertrag mit der Stadt, der das Ziel hatte, einen solchen zu erstellen. Der mehr als zehn Jahre alte Plan hat laut Verwaltung der Stadt keinen Bestand mehr. Der angekündigte Sachstandsbericht des neu damit betrauten Büros Keller fiel aus. Es gebe auch noch nichts zu berichten, sagte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Von Ute Lawrenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“