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Hexen,Feuer und viel Bowle

Tanz in den Mai Hexen,Feuer und viel Bowle

Wer in den Wonnemonat Mai tanzen will, hat in der Region die Qual der Wahl. Am Sonnabend, 30. April, starten viele Partys, bevor um Mitternacht „Der Mai ist gekommen“ geschmettert werden kann. Eine Auswahl.

In Bartrams Scheune in Dahlenrode werden in der Walpurgisnacht regelmäßig Hexen gesichtet.Foto: Theodoro da Silva

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Göttingen:

Musa: „30+ Party“ und „DJ Albis Rock gegen Rheuma“ ab 20 Uhr. Junges Theater: Vom Saal bis in den Keller tanzt das Junge Theater auf drei Floors in den Mai - im JT-Saal, in der JT-Kantine und im JT-Keller. Beginn: 23 Uhr. Swing-Gruppe Göttingen, Düstere-Eichen-Weg 26: Swing in den Maimit Swingmusik von der Blue Singers Bigband. Beginn: 19.30 Uhr. Bar Escape, Gutenbergstraße 32: Die Bands mothproof und H-Ausfall wollen mit Blues, Rock und Classic Rock den Mai begrüßen. Beginn: 20 Uhr. Junggesellenverein „Ewige Jugend“: Tanz in den Mai ab 18 Uhr in Elliehausen. Am Anger wird zunächst der Maibaum aufgestellt. Ab 20 Uhr übernimmt dann ein DJ-Team. Dorfschänke Herberhausen, An der Mühle 19: Maikönig und Maikönigin werden in Herberhausen gewählt. Beginn: 19 Uhr.

Adelebsen:

Der Maibaum in Adelebsen wird am Rathaus, Burgstraße 2, aufgestellt. Beginn ist um 17 Uhr. Für Musik sorgt DJ Matthias Behmke.

Bovenden:

Mit einem Fass Freibier will die Freiwillige Feuerwehr Lenglern in den Mai tanzen. Um 18 Uhr wird der Maibaum aufgestellt, um 20.30 Uhr beginnt die Mai-Party. Mit einer Kinderdisco von 19 bis 20 Uhr und anschließendem Tanz in den Mai läutet die Feuerwehr Bovenden den Mai ein. Für Musik auf dem Gelände der Feuerwehr, Untere Straße 30, wird Dj Alex sorgen. Dream-Ranch Billingshausen: Dort wird mit Line-Dance der Mai begrüßt. Für Musik sorgt ab 20 Uhr die Band Six Pack Corner. Beginn: 18 Uhr.

Gleichen:

Tanz in den Mai mit der Liveband Golden Notes gibt es in Groß Lengden im Dorfgemeinschaftshaus. Einlass ab 20 Uhr.

Hardegsen:

Verschönerungsverein Asche: Bereits um 13.30 Uhr wird der Maibaum an der Ecke Mauerstraße aufgestellt, bevor es weiter zur Hackschnitzelanlage geht. Von dort startet die Maiwanderung. Danach darf getanzt werden. Hettensen: Der Maibaum wird am Denkmal ab 17 Uhr von Kindern des Kindergartens geschmückt und von der örtlichen Feuerwehr aufgestellt. Getanzt wird dann auf dem Platz vor dem Mehrzweckraum.

Nörten- Hardenberg:

Ab 20 Uhr wird im Autohaus Raith, Klosteracker 6, gefeiert. Ausgerichtet wird die Feier von der Event-Gastronomie Balobi.

Radolfshausen:

Die Gemeinde Waake-Bösinghausen tanzt ab 19 Uhr in den Mai, organisiert vom Feuerwehrverein im Dorfgemeinschaftshaus Waake. Die Laienspielgruppe Holzerode richtet wieder eine Walpurgisnacht auf dem örtlichen Grillplatz aus. Beginn ist um 19 Uhr. Gegen 21.30 Uhr führt außerdem die Laienspielgruppe das Stück „Walpurgistrasch II“ auf. Zum 2. Seeburger Frühlingsfest richtet The old Sailor Essen und Trinken, Seestraße 16, den Tanz in den Mai aus. Mit Bands wie Silly Season und Engel der Nacht steht der Tanz im Zeichen des Rocks. Beginn: 18 Uhr.

Rosdorf:

Dahlenrode: Mit Musik in Bartrams Scheune, Ecke Heineberg- und Schnürbachstraße, geht es um 20 Uhr los. Um Mitternacht wollen dann die Dahlenröder Hexen den Winter vertreiben.

Duderstadt:

Backstein Haus Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 13: Musik der Göttinger Band „einfach jazz“ soll ab 21.30 Uhr zum Tanzen animieren. Auf dem Festplatz in Desingerode wird bereits ab 15.30 Uhr in den Mai getanzt. Der Maibaum wird um 18 Uhr aufgestellt, um 24 Uhr wird dann das Maifeuer angesteckt. SV Arminia Fuhrbach: Zu Maibowle und Tanz wird sich ab 17 Uhr auf der Sportanlage am Mönchberg getroffen. Höhepunkt der Veranstaltung soll eine Feuershow werden.

Gieboldehausen:

Carneval-Club Rüdershausen. Beginn der Feier ist um 18 Uhr am Brennplatz An der Kluhs. Das Feuer wird bei Einbruch der Dunkelheit angezündet. Der SV Rhumspringe feiert die traditionelle Walpurgisfeier mit Spiel, Sport, Musik und hausgemachter Maibowle. Behinn auf dem Sportplatz um 17 Uhr. Gegen 20 Uhr Maifeuer. Obernfeld: Ab 20 Uhr richten im Museumskrug, Kirchgasse 1, mehrere Vereine der Ortschaft den Tanz aus.

Katlenburg- Lindau:

Aufstellen des Maibaums ab 18 Uhr auf dem Freizeitgelände. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Männergesangverein Concordia Lindau.

Im Harz:

An Walpurgis verwandelt sich der Marktplatz in einen "schaurig schönen Hexenkessel", verspricht eine Einladung nach Goslar. Am Stieger See hält der Oberteufel persönlich eine Rede. In St. Andreasberg startet das "höllische Treiben" bereits am Nachmittag, dort können auch Gäste ein Hexen- oder Teufelsdiplom erwerben.

Bei einer nächtlichen Stadtführung in Osterode mit Geschichten über Hexen, Hexenkräuter und Hexenbesen sollen sich Besucher richtig gruseln. Die größte Party steigt den Angaben zufolge auf dem "Hexentanzplatz" in Thale im Ostharz - auf dem 450 Meter hohen Plateau über dem Bodetal haben der Überlieferung zufolge schon im frühen Mittelalter die Sachsen Feste zur Verehrung ihrer Wald- und Berggöttinnen gefeiert.

Überhaupt geht das Touristenspektakel der Walpurgisnacht nach weit verbreiteter Ansicht auf alte heidnische Bräuche und Aberglauben zurück. Am Abend des 30. April sollen die Hexen zum Brocken geritten sein, um sich dort am Feuer mit dem Teufel zu paaren.

In Stimmung für das erotische Vergnügen brachten sich die Hexen demnach mit einer aus Misteln, Johanniskraut, Stechapfel, Tollkirsche und anderen "magischen" Zutaten hergestellten Salbe, mit der sie auch ihre Fluggeräte einrieben. Unterwegs verhexten sie alles, was ihnen in die Quere kam.

Um ihr Vieh zu schützen, hefteten die Bauern Kreuze und Kräuterbüschel an die Stalltüren. Wenn jemand neun Sorten Holz bei sich trug oder auf einem Schemel kniete und betete, mussten die oft als harmlose Reisigsammlerinnen getarnten Hexen dem Aberglauben zufolge ihre wahre Identität preisgeben.

An einigen Orten greifen die Walpurgisfeiern wahre historische Begebenheiten auf. So werden am 30. April seltsame Gestalten durch die Wälder rund um den Hübichenstein bei Bad Grund schleichen. Sie nehmen Gesteinsproben und untersuchen den Boden mit Werkzeugen und Spiegeln. Im 16. Jahrhundert tummelten sich Schatzsucher aus Venedig im Harz, der damals eines der bedeutendsten Bergbaureviere Europas war.

Der Walpurgis-Kult hat aber auch christliche Ursprünge. So ist der 1. Mai Namenstag der Volksheiligen Walpurga. Sie wurde um 710 in England geboren, war Begründerin des Benediktinerinnen-Klosters in schwäbischen Heidenheim. Nach ihrem Tod am 25. Februar 779 wurden Walpurgas Gebeine nach Eichstätt in Bayern gebracht. Aus der Steinplatte, auf der ihre Reliquien ruhen, soll alljährlich eine ölähnliche Flüssigkeit quellen - das Walpurgisöl, das angeblich gegen alle Anfechtungen des Leibes und der Seele gut ist und in kleinen Fläschchen an die Gläubigen verkauft wird.

Auf dem Brocken, dem höchsten Berg im Harz, gab es im Jahr 1896 die erste für Touristen organisierte Walpurgisfeier. Ab 1899 konnten die Gäste mit der Brockenbahn den Berg hinauffahren. Aber bereits zwei Jahre später bereitete der damalige Brockenbesitzer, der Fürst von Stolberg-Wernigerode, dem Spektakel per Dekret ein Ende. Felsformationen auf dem Brocken tragen bis heute die Namen "Hexenaltar" und "Teufelskanzel".

Vom Harz aus schwappte der Walpurgis-Brauch in den vergangenen Jahren auf andere Gegenden über. Im ostfriesischen Osteel lockt am 30. April ein "mittelalterliches Heerlager" mit rustikalen Gerichten und Würzwein. Das Licht-Luft-Bad in Bremen eröffnet am selben Tag die Saison mit "Hexentanz und Feuerwerk". "Vor Zauberei und sonderbaren Erscheinungen wird gewarnt. Betreten des Geländes auf eigene Gefahr!", steht auf einem Plakat.

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