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Hey Joe, gibt’s was Neues?

Wochenendkolumne Hey Joe, gibt’s was Neues?

Jimi Hendrix bekommt posthum ein eigenes Museum. In London. Das ist doch mal eine positive Nachricht, die uns in dieser Woche von der europafeindlichen Insel erreichte. Im Nachbarhaus des künftigen Hendrix-Tempels hat der nicht minder begabte Händel gelebt.

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Wohnung von Jimi Hendrix in London

Quelle: dpa

Und warum auch immer, muss ich bei den beiden Künstlern sofort an Göttingen denken. Bei Händel liegt das nahe. Bei Hendrix auch. Sollte nicht ein Kreisel nach ihm benannt werden? Was ist eigentlich aus dieser tollen Idee geworden? Die Verkehrsrondelle der Stadt sollten doch nach Rock-Veteranen heißen.

Unweigerlich fallen einem gleich weitere Themen ein, um die es still geworden ist. Gut, Tempo 30 auf der Reinhäuser Landstraße kommt immer mal wieder hoch, Neues gibt es aber in der Sache nicht. Überklebte Schilder sind auch eine Zierde an der Straße. Mein Sohn hat mich neulich beim Autofahren gefragt, was das für ein Verkehrszeichen ist. Eine „30“ mit orangefarbenem Strich? Ich habe mir eine Antwort verkniffen. Was macht eigentlich der Kragenbär? Erinnern Sie sich noch an den Aufschrei? Ein onanierender kleiner Bär auf einem Sockel mitten in der Stadt. Hoffentlich kommt er noch, denn Denkmaldiskussionen sind in Göttingen so erquickend.

Und die fünf Duschen am Groner Tor? Seit dem Aufschrei über die Pläne für den Sparkassen-Neubau ist Ruhe. Sind die Nasszellen für die Vorstände noch in Planung? Keiner weiß etwas, still ruht der See. Oder der Baumarkt an der Siekhöhe? Seit zehn Jahren gewinnt der Investor mehr oder weniger jeden Prozess. Umsetzen kann er seine Pläne aber bis heute nicht. Warum eigentlich nicht? Wir müssen mal wieder nachfragen.

Bleibt nur zu hoffen, dass eine kleine Göttinger Institution bald etwas Neues berichten kann. Das „Exil“ sucht eine neue Bleibe. Der Klub muss raus aus der Prinzenstraße. Das wäre doch cool: Eine Jimi-Hendrix-Nacht zur Neueröffnung des „Exil“. Sie sehen: Die Themen gehen uns nicht aus. Ein schönes Wochenende wünscht

Uwe Graells

Den Autor erreichen Sie unter u.graells@goettinger-tageblatt.de.

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